ICE-CLIMATE-EDUCATION  2009  ** HÚSAVÍK **   
Camp-Tagebuch (22.06. - 03.07.2009)
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Mittwoch, 01.07.2009

Heute bekamen wir die Möglichkeit, unser Wissen in verschiedenen wissenschaftlichen und sozialen Gebieten zu verbessern. Am Vormittag gab es eine Präsentation, die uns - mehr oder weniger - aufzeigte, was eine Wetterfront darstellt, wie man glaubhafte Wettervorhersagen entwickelt und warum wir gerade heute einen warmen, sonnigen Tag hatten.
Anschließend hatten wir noch einmal die Möglichkeit, unseren Referaten den letzten Schliff zu geben, also gingen wir zur Schule und benutzten die Schul-Laptops bis ungefähr zwölf Uhr, da wir noch vor dem Mittag zahlreiche Einkäufe zu erledigen hatten. Ja, genau - Einkäufe. Paprika, Tomaten, Bananen, "kindagur lass" (Lammgulasch), ein Ausdruck, der zu einigen Missverständnissen führte. Die große Idee, die dahinter steckte, war die, dass alle Schüler für das Abendessen verantwortlich waren. Zugegeben, dass Einkaufen zog sich eine ganze Weile hin...
Einige gefühlte Stunden später hatte die Vorspeisen-Nachtisch-Gruppe noch immer Probleme sich zu entscheiden, was sie kochen wollten - und mit fast 22.000 isländischen Kronen weniger in Arnes Geldbeutel gingen wir zurück ins Gästehaus Vísir.
Wir nahmen unser Mittag dann etwas in Eile zu uns, da der Bus bereits wartete, um uns zu den heißen Quellen in der Nähe des Myvatn zu bringen.

 

 


Der Großteil von uns war ziemlich beeindruckt von den verschiedenen Farben der Umgebung und der Steine, von Violett bis Gelb gab es unterschiedlichste Farbtöne zu bewundern. Ebenso erstaunt, wenn nicht sogar betäubt, waren wir von dem unheimlichen Gestank der Schwefelquellen, trotzdem wanderten wir gut eine Stunde durch diese Mars-ähnliche Landschaft.
Im Anschluss wollten wir eigentlich noch das Kraftwerk Krafla anschauen, welches Energie durch die Erdwärme erzeugt, jedoch war es wegen einer Gesellschaftersitzung geschlossen.  Pech gehabt!
Wir nutzten die zeit, um uns früher und damit ausgiebiger um das Abendessen zu kümmern, welches ein Erfolg auf ganzer Linie wurde. Nicht nur unsere Köchin war zufrieden, auch Arved und sein Team waren ob unserer Talente sehr beeindruckt.
Der Tag endete mit einer interessanten Diskussion mit Schülern aus Húsavík, die uns den ort und die Sehenswürdigkeiten zeigten. Wir wurden von den Eltern einer Schülerin sogar eingeladen, uns deren Haus anzuschauen - mit 14 Leuten! Es war ein typisch isländisches Haus, welches mit Erdwärme geheizt wird. Die Tour endete gegen elf Uhr, ein wirklich langer Tag ging zu Ende.

Paul (Deutschland) und Peter (Grönland)