|
Mittwoch, 01.07.2009
Heute bekamen wir die Möglichkeit, unser Wissen in verschiedenen
wissenschaftlichen und sozialen Gebieten zu verbessern. Am Vormittag gab
es eine Präsentation, die uns - mehr oder weniger - aufzeigte, was eine
Wetterfront darstellt, wie man glaubhafte Wettervorhersagen entwickelt
und warum wir gerade heute einen warmen, sonnigen Tag hatten.
Anschließend
hatten wir noch einmal die Möglichkeit, unseren Referaten den letzten
Schliff zu geben, also gingen wir zur Schule und benutzten die
Schul-Laptops bis ungefähr zwölf Uhr, da wir noch vor dem Mittag
zahlreiche Einkäufe zu erledigen hatten. Ja, genau - Einkäufe. Paprika,
Tomaten, Bananen, "kindagur lass" (Lammgulasch), ein Ausdruck, der zu
einigen Missverständnissen führte. Die große Idee, die dahinter steckte,
war die, dass alle Schüler für das Abendessen verantwortlich waren.
Zugegeben, dass Einkaufen zog sich eine ganze Weile hin...
Einige gefühlte Stunden später hatte die Vorspeisen-Nachtisch-Gruppe
noch immer Probleme sich zu entscheiden, was sie kochen wollten - und
mit fast 22.000 isländischen Kronen weniger in Arnes Geldbeutel gingen
wir zurück ins Gästehaus Vísir.
Wir nahmen unser Mittag dann etwas in Eile zu uns, da der Bus bereits
wartete, um uns zu den heißen Quellen in der Nähe des Myvatn zu bringen.
|
|
Der Großteil von uns war ziemlich beeindruckt von den verschiedenen
Farben der Umgebung und der Steine, von Violett bis Gelb gab es
unterschiedlichste Farbtöne zu bewundern. Ebenso erstaunt, wenn nicht
sogar betäubt, waren wir von dem unheimlichen Gestank der
Schwefelquellen,
trotzdem wanderten wir gut eine Stunde durch diese Mars-ähnliche
Landschaft.
Im Anschluss wollten wir eigentlich noch das Kraftwerk Krafla anschauen,
welches Energie durch die Erdwärme erzeugt, jedoch war es wegen einer
Gesellschaftersitzung geschlossen. Pech gehabt!
Wir nutzten die zeit, um uns früher und damit ausgiebiger um das
Abendessen zu kümmern, welches ein Erfolg auf ganzer Linie wurde. Nicht
nur unsere Köchin war zufrieden, auch Arved und sein Team waren ob
unserer Talente sehr beeindruckt.
Der Tag endete mit einer interessanten Diskussion mit Schülern aus
Húsavík, die uns den ort und die Sehenswürdigkeiten zeigten. Wir wurden
von den Eltern einer Schülerin sogar eingeladen, uns deren Haus
anzuschauen - mit 14 Leuten! Es war ein typisch isländisches Haus,
welches mit Erdwärme geheizt wird. Die Tour endete gegen elf Uhr, ein
wirklich langer Tag ging zu Ende.
Paul (Deutschland) und
Peter (Grönland)
|