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Freitag, 26.06.2009
Unser Tag begann mit schönstem Sonnenschein und wohl der höchsten
Temperatur, seitdem wir in Húsavík sind. Die Wetterdatenmessung an Bord
der Dagmar Aaen deuteten ebenfalls an, dass es heute schön werden würde,
jedoch zog
am
Nachmittag während des Whale Watchings Nebel auf. Nach dem Frühstück
bekamen wir zwei Vorträge geboten, der erste fing um 9 Uhr an, Ulrich
führte uns in die Geschichte des Walfangs ein und man konnte fast das
ganze Blut die Wand herunterlaufen sehen aufgrund der Millionen von
getöteten Wale - zumindest hatte man das Gefühl nach Ulrichs
Vortrag. Im Anschluss erzählte Elke vom Walmuseum uns interessante
Einzelheiten über den Walfang auf Island und es war sehr interessant zu
erfahren, dass der Walfang auf Island viel politischer ist als irgendwo
anders. Obwohl der Bedarf an Walfleisch und sonstigen Produkten aus dem
Walfang nicht wirklich vorhanden ist, werden Wale noch immer im
nördlichen Atlantik gejagt und abgeschlachtet, was uns traurig stimmte
und als absolut sinnlos erschien.
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Gegen 12 Uhr hatten wir Mittag und diesmal gab es ziemlich gute Lasagne,
gefolgt von einer einstündigen Mittagspause bevor wir das Meer erobern
konnten, um uns Wale anzuschauen. Für die Expedition mussten wir an Bord
des Schoners "Haukur" gehen - wirklich ein schönes Schiff. Wir
mussten
alle große rote Survival-Anzüge anziehen, die jedoch nur in den Größen
L, XL oder XXL vorhanden waren und daher bewegten sich einige von uns
eher wie Pinguine über das Deck. Allerdings machte diese Aktion durchaus
Sinn, denn es war doch ziemlich kalt auf offener See. Wir mussten in
tiefere Gewässer fahren und nach fünf Minuten hatten wir den Nebel
passiert, der sich über der Bucht seit dem frühen Nachmittag
ausbreitete. Das Segeln war angenehm und wir mussten alle mit anpacken
und fühlten uns wie richtige Seefahrer. Wir waren überglücklich, zwei
Buckelwale und einen Zwergwal zu sehen. Der zweite Buckelwal war
besonders schön anzusehen, da er sehr dicht an unser Schiff herankam, so
dass wir zahlreiche Fotos machen konnten. Die Crew hatte dann noch
Zimtkuchen und warme Schokolade für uns bereitgestellt. Nach ungefähr
drei Stunden segelten wir nach Húsavík zurück und kehrten ins Vísir
zurück. Am Abend hatte jeder Teilnehmer noch Gelegenheit, in der Schule
seine Referate weiter vorzubereiten. Wir werden diese am Donnerstag
präsentieren.
Naufiku (Namibia) & Paul
(Deutschland)
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