ICE-CLIMATE-EDUCATION  2009  ** HÚSAVÍK **   
Camp-Tagebuch (22.06. - 03.07.2009)
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Freitag, 26.06.2009

Unser Tag begann mit schönstem Sonnenschein und wohl der höchsten Temperatur, seitdem wir in Húsavík sind. Die Wetterdatenmessung an Bord der Dagmar Aaen deuteten ebenfalls an, dass es heute schön werden würde, jedoch zog am Nachmittag während des Whale Watchings Nebel auf. Nach dem Frühstück bekamen wir zwei Vorträge geboten, der erste fing um 9 Uhr an, Ulrich führte uns in die Geschichte des Walfangs ein und man konnte fast das ganze Blut die Wand herunterlaufen sehen aufgrund der Millionen von getöteten Wale - zumindest hatte man das Gefühl  nach Ulrichs Vortrag. Im Anschluss erzählte Elke vom Walmuseum uns interessante Einzelheiten über den Walfang auf Island und es war sehr interessant zu erfahren, dass der Walfang auf Island viel politischer ist als irgendwo anders. Obwohl der Bedarf an Walfleisch und sonstigen Produkten aus dem Walfang nicht wirklich vorhanden ist, werden Wale noch immer im nördlichen Atlantik gejagt und abgeschlachtet, was uns traurig stimmte und als absolut sinnlos erschien.

 


Gegen 12 Uhr hatten wir Mittag und diesmal gab es ziemlich gute Lasagne, gefolgt von einer einstündigen Mittagspause bevor wir das Meer erobern konnten, um uns Wale anzuschauen. Für die Expedition mussten wir an Bord des Schoners "Haukur" gehen - wirklich ein schönes Schiff. Wir mussten alle große rote Survival-Anzüge anziehen, die jedoch nur in den Größen L, XL oder XXL vorhanden waren und daher bewegten sich einige von uns eher wie Pinguine über das Deck. Allerdings machte diese Aktion durchaus Sinn, denn es war doch ziemlich kalt auf offener See. Wir mussten in tiefere Gewässer fahren und nach fünf Minuten hatten wir den Nebel passiert, der sich über der Bucht seit dem frühen Nachmittag ausbreitete. Das Segeln war angenehm und wir mussten alle mit anpacken und fühlten uns wie richtige Seefahrer. Wir waren überglücklich, zwei Buckelwale und einen Zwergwal zu sehen. Der zweite Buckelwal war besonders schön anzusehen, da er sehr dicht an unser Schiff herankam, so dass wir zahlreiche Fotos machen konnten. Die Crew hatte dann noch Zimtkuchen und warme Schokolade für uns bereitgestellt. Nach ungefähr drei Stunden segelten wir nach Húsavík zurück und kehrten ins Vísir zurück. Am Abend hatte jeder Teilnehmer noch Gelegenheit, in der Schule seine Referate weiter vorzubereiten. Wir werden diese am Donnerstag präsentieren.

Naufiku (Namibia) & Paul (Deutschland)