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Sonntag, 28.06.2009
Nach einer kurzen und hellen Nacht in unserem großem Schlafraum mit drei
dreistöckigen Etagenbetten nahmen wir unser reichhaltiges Frühstück im
Gästehaus Skeið ein. Das Haus steht mitten im Nirgendwo und gehört einer
deutsch-isländischen Familie mit einer Tochter, einem Sohn und zwei
niedlichen Katzen. Unser Projektleiter schliefen in Zelten (!) in der
Nähe des Gästehauses. Nebenan war noch ein großes Trampolin, welches
zwangsläufig für viel Spaß sorgte.
Dann
machten wir uns für unsere wirklich große Wanderung bereit. Zuerst
gingen wir auf einem Traktor-Pfad in Richtung eines schönen Sees. Der
steinige Weg führte entlang des Flusses und war Teil eines großartigen
Panoramas mit hohen schneebedeckten Bergen. Obwohl wir auf Island sind,
wurde uns im Laufe der Zeit ziemlich warm. Während wir am See eine
längere Pause einlegten, genossen wir die Natur und die unglaubliche
Stille. Der See beinhaltete eiskaltes Wasser, welches vom Gletscher kam
und anschließend in einem Zick-Zack-Kurs ins Tal hinabstürzte. Auf dem
See entdeckten wir ein Schwanenpärchen mit seinen drei Nachkommen.
Nach der Mittagspause entschlossen wir uns, den See zu umrunden, indem
wir durch die Flüsse gehen wollten. daraus wurde jedoch nichts, da die
Strömung zu stark war und die Flüsse zudem zu tief waren. Also
entschieden wir uns, die Wanderung in Richtung eines Wasserfalls
fortzusetzen, der jedoch noch ziemlich weit entfernt war. Einige unserer
"wasserdichten" Schuhe wurden vom eiskalten Wasser geflutet, als wir
versuchten, die zahlreichen Arme der Flüsse zu überqueren. Auf der
Spitze eines Bergkammes teilten wir uns schließlich in zwei Gruppen.
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Einige nutzten die Gelegenheit für eine längere Pause, andere gingen
noch ein Stückchen weiter, um in den kleinen Schneefeldern, die wir
gesehen hatten, etwas Spaß zu haben. Die größten Abenteurer unter uns
gingen auf eine noch längere Wanderung. Von dem ewigen Auf und Ab
entlang des Weges etwas erschöpft, entschlossen wir uns, den Weg wieder
auf der gleichen Route zurück zu gehen. Zwei Stunden später trafen wir
wieder alle im Gästehaus ein
und
legten erst einmal eine Erholungspause ein. Während die Mädchen im Laufe
der Zeit eine witzige Gesprächsrunde führten, waren unsere zwei Jungs
noch immer am wandern.
Das Abendessen war schließlich eine bemerkenswerte Komposition aus einem
frischen Salat und einer wahnsinnig leckeren Fischsuppe mit Schellfisch
und Krabben, die die Besitzerin unserer Unterkunft gezaubert hatte.
Am späten Abend ergab sich noch eine lebendige und sehr interessante
Diskussion über die politische Sichtweise und Beweggründe des Film "The
global warming swindle", den wir einige Tage zuvor gesehen hatten. Eines
der Hauptthemen am Abend war die Frage, ob man beispielsweise 18 € zur
Rettung eines Eisbären (als Symbol für den Klimawandel) spenden sollte
oder eher das Geld für die Erziehung von neun Kindern in Malawi
verwenden sollte. Eine andere Frage waren die verschiedenen Ansichten
der Wissenschaftler, Politiker und Journalisten im Bezug auf den
Klimawandel. Die intensive Debatte berührte schließlich jeden von uns
und stimmte uns alle sehr nachdenklich.
Marion (Frankreich) &
Florence (Schweiz)
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