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Camp-Tagebuch (10. - 21.08.2008)
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Freitag, 15.08.2008
Der heutige Tag fing früh an, da wir unseren Bus erreichen mussten. Nach einem grandiosen Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen und stiegen in den 44 Jahre alten Bus ein. Nach der gestrigen "Beach-Party" (ohne Alkohol!), die vom Wal-Museum organsiert wurde und unzähligen Kartenpartien, waren wir doch alle recht müde: Viele von uns schliefen der Busfahrt ein. Sobald wir die isländische Einöde erreicht hatten, machten wir eine erste Pause an einem Vulkankrater. Der Blick von der Kraterspitze war überwältigend, die von Lava bedeckte Landschaft glich einer Mondlandschaft.
Nach einem weiteren Stück per Bus erreichten wir eine Stelle, die von einem isländischen Outlaw im Winter als Unterschlupf benutzt wurde. Sigga informierte uns über die Gletscher in Island und speziell über den Vatnajökull - den größten Gletscher Europas.
Unser Mittag nahmen wir oberhalb eines kleines Wasserfalls inmitten der isländischen Einöde ein. Anschließend gingen wir weiter zu einem weiteren Vulkankrater, der irgendwann um 1860 ausgebrochen war.

 


Wir unternahmen einen langen, windigen und kalten Marsch zu einem See, der sich in dem Krater gebildet hatte und in dem drei Leute in den heißen Quellen badeten.
Kurze Zeit später setzten wir unsere Reise zu der Hütte fort, in der wir die Nacht verbringen sollten. Irgendwo in der Mitte der noch verbliebenen Strecke gab der Bus einige merkwürdige Laute von sich. Der Motor hörte sich gar nicht mehr gut an. Durch diese Verzögerung erreichten wir die Hütte erst in der Dunkelheit zu später Stunde. Unglücklicherweise hatte die Hütte (85 Schlafplätze) kein Wasser, keinen Strom und nur ein Badezimmer. Das komplette System war am gestrigen Tag zusammengebrochen, so dass unsere Küchen-Crew das Abendessen in der nahezu dunklen Küche zubereiten musste.
Das Tagebuch musste auf Tillmanns Laptop ebenfalls im Dunklen geschrieben werden, mit dem Licht einer Taschenlampe wurde die Tastatur angestrahlt, um die Buchstaben zu finden. Außerdem mussten wir die Nacht in einem kleinen und überhitzten Zimmer mit 24 Leuten verbringen. Was für ein Tag, was für eine Reise...

Natan Gordon (Israel)
Chrysovalantis Anastasiou (Zypern)

     
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