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Arved Fuchs

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NORDPOLDÄMMERUNG

Zielsetzung des Projektes "Nordpoldämmerung"

Tragödie am Kap Sabine

Nach einem Jahr hatte die Forschungstruppe unglaubliche Mengen an Daten gesammelt, geografische Erkundungen und Vermessungen durchgeführt - eine triumphale Rückkehr in die Heimat stand bevor. Doch die "Neptun", die die Expedition an der Basisstation abholen sollte, kam dort nicht an, Eismassen versperrten den Weg gen Norden. Sowohl die Besatzung der "Neptun" als auch die von der US-Regierung ausgesandten Schiffe "Proteus" und "Yantic" versäumten es, notwendige Nahrungsmitteldepots zu errichten, zudem erlitt die "Proteus" unweit vom Kap Sabine Schiffbruch.

Im August 1883 entschloss sich Greely, das Fort zu verlassen. Mit drei Schaluppen brach die Mannschaft in Richtung Süden auf, erreichte nach 51 Tagen auf See und auf Eisschollen eine Insel am Kap Sabine, wo ein spärliches Depot errichtet worden war.

Unerfahren im Reisen in den arktischen Zonen unterliefen den Männern um Greely zahlreiche Fehler, in deren Folge 19 von 24 Expeditionsmitglieder vor Hunger und Kälte umkamen. Die Männer ernährten sich von Moos und Flechten, der deutschstämmige Soldat Privat C. B. Henry schaffte Lebensmittel zur Seite und wurde vier Tage vor der Rettung wegen Diebstahls erschossen, um die Disziplin aufrechtzuerhalten.

Im Juni 1884 wurden die Überlebenden vom ehemaligen Walfangschiff "Thetis" gefunden und gerettet. Den Seeleuten bot sich ein entsetzliches Bild, die Männer um Greely befanden sich in einem hoffnungslosen Zustand, nur sechs der ursprünglich 25 Teilnehmer überlebten die Tragödie. Wenige Tage vor der Rettung starb auch der aus Chemnitz stammende Private Roderich R. Schneider, dessen Tagebucheinträge später in der New York Times abgedruckt wurden. Schneider wurde später auf dem städtischen Friedhof von Chemnitz beigesetzt.

Auf Spurensuche mit der "Dagmar Aaen"

Arved Fuchs beabsichtigt, mit der "Dagmar Aaen" so weit wie möglich in den Norden zu segeln, um durch den Smith-Sund in das Kane-Becken zu gelangen und schließlich die Sabine-Insel aufzusuchen, wo die Greely-Expedition ein dramatisches Ende fand.

Fuchs will die Schauplätze der Tragödie aufsuchen und zudem die verschiedenen Routen der Rettungsexpeditionen nachempfinden, sowie mögliche noch existierende Depots und Spuren aufzuspüren. War es gerade den damaligen Expeditionen teilweise unmöglich, soweit in den Norden vorzudringen, so kann Fuchs mit seinem eisgängigen Expeditionsschiff, das als Basislager der Expedition dient, die aktuelle Eissituation nutzen und die jetzt zugänglichen Regionen ansteuern. Dadurch können die Routen der Rettungsteams erstmals nachempfunden werden.


Teil I - Ziele der Expedition "Nordpoldämmerung"

     
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