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Mittwoch, 12.08.2009
Pos. 76°42' N - 072°30' W
Carey Islands
Seit zwei Tagen machen wir
Station auf den Carey Islands und besuchen einige Inseln der zwischen
Grönland und Ellesmere Island gelegenen Inselgruppe. Wir stoßen
vereinzelt auf Überreste alter Thule-Häuser, auf
Isbjoernö
/ Carey Islands untersuchen Kai und Doug derartige Relikte der
Vergangenheit (Foto).
Björlingsö war einst
Schauplatz einer unglücklichen Expedition. Alfred Björling, ein junger
enthusiastischer Schwede, hatte 1892 die ehrgeizige Idee gefasst, den
Nordpol zu erreichen und überredete seinen Landsmann Evald Kallstenius
ihn zu begleiten. Offiziell beschrieb man das Vorhaben als „Botanische
Expedition nach Nordgrönland“. In St.John‘s auf
Neufundland kauften die
Männer den Schooner „Ripple“ und heuerten drei Seeleute an. Auf den
Carey Islands sollten dann Vorräte aus einem dort angelegten Depot
aufgenommen werden. Die „Ripple“ hatte jedoch beim Anlaufen der
Inselgruppe Pech, lief auf Grund und havarierte. Nach einem missglückten
Versuch, mit einem kleineren mitgeführten Boot nach Grönland zu
gelangen, entschied man sich, Rettung auf Ellesmere Island zu suchen.
Björling hinterlegte eine Nachricht auf Björlingsö (Foto), in der er unter
anderem mitteilte, das ein Mann im Sterben läge.
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Erst ein Jahr später wurde das
Wrack der „Ripple“ von einem schottischen Walfänger gefunden. Von dem
kleinen Boot und den vier Männern jedoch fehlt bis heute jede Spur.
Wir haben auf Bjorlingsö nach
dem Depot und den Überresten dieser schwedischen Expedition gesucht. Das
Depot war nicht auffindbar (oder nicht mehr vorhanden), aber das Lager
der Schiffbrüchigen haben wir gefunden. Auch sind wir auf ein Grab
(Foto)gestoßen, das mit großer Wahrscheinlichkeit die sterblichen Überreste
eines der Teilnehmer der Expedition von 1892 birgt.
Vor Ort fanden wir zudem die Überreste eines Hutes (Foto unten), der
vermutlich von der Björling-Kallstenius-Expedition
stammt.
Sofern die Eissituation es zulässt, wollen wir morgen
weiterfahren. Momentan befindet
sich viel Eis im Smith Sound, doch um zur Pim Island zu gelangen, müssen
wir ihn durchqueren.
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