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Freitag, 21.08.2009
Pos. 78°51' N - 074°45' W
Die Querung des Smith Soundes war gleichbedeutend mit einer schwierigen
Eisfahrt durch 6-7/10 Eis. Das Problem war die Größe der einzelnen
Eisschollen, die offiziell als VAST eingestuft werden. Dies bedeutet,
dass sie rund 10 km groß sind. Da ist es natürlich schwierig, einen Weg
herum zu finden.
Nach der Ankunft in der Bucht Fram Haven (Überwinterungsort der Fram im
Jahr 1898/99) bekam die Crew nur wenig Schlaf. Wir machten uns auf, um
mit dem Schlauchboot das Camp Clay zu finden. Bei der Suche sitzt einem
das Packeis ständig im Nacken, aber letztendlich wir haben den
historischen Schauplatz gefunden.

Der Ort ist wortwörtlich furchtbar trostlos und öde. Doch die Mühen
machen sich bezahlt. Wir finden tatsächlich Überreste der tragischen
Expedition. Das Hausfundament ist noch zu erkennen (Foto oben),
weiterhin stoßen wir auf ein altes Segeltuch, einen Kochtopf (Foto
rechte Seite), Socken, Kleiderreste, Knöpfe und Dosen.
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Selbst die Reste der Schlafsäcke sind vermodert noch
im Haus zu erkennen.
Wir
finden am Ende sogar noch den letzten Lagerplatz, wo einst das Zelt
gestanden hat. Unweit davon ist die Cementary Ridge, wo damals die Toten
verscharrt wurden. In einem Steinmann findet Doug eine Nachricht von
MacMillan, der in den zwanziger Jahren eine Expedition dorthin
unternommen hatte.
Unter dem ständigen Druck, dass wir vom Eis eingeschlossen werden,
fahren wir am Donnerstag weiter in den Alexandra Fiord, aber auch dort
treffen wir auf sehr viel Eis. Daher unternehmen wir den Versuch, weiter
im Norden durchzukommen. Wir gelangen bis 79 Grad - aber auch hier ist
alles dicht. Nach einem langen und anstrengenden Tag im Packeis sind wir
am Abend wieder zurück in Fram Haven und ankern dort. Das Wetter soll
umschlagen und Nordost-Wind bringen. Dies ist eine bedrohliche
Windrichtung, die noch mehr Eis bringen kann...
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