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NORDPOLDÄMMERUNG  2009  ** Nordwest-Grönland **
Expeditions-Logbuch
15.06.08.07.16.07. 27.07.31.07.08.08.10.08.12.08.14.08.16.08.18.08.19.08.21.08.22.08.30.08.08.09.14.09.29.09.

Sonntag, 31.08.2009
Pos. 77°27' N - 069°14' W
 

Seit dem Ende der vergangenen Woche sind wir in Qaanaaq (auch Thule genannt), dem größten Ort des nördlichen Grönlands. Hier wird ein erneuter Crew-Wechsel stattfinden. Von Bord gehen neben Brigitte auch Bernhard Naber, Beke Tietz und Kathrin Fleischer. Gleichzeitig werden Hans-Joachim Karpus, Fabian Reith und unser zweiter Überwinterer, Martin Varga, anreisen.
Mit dem Besuch auf Pim Island ist der historische Teil der Expedition abgeschlossen. Die vergangenen fünf Wochen waren extrem abwechslungsreich und interessant. Der Smith Sound mit seiner schwierigen Eislage und den riesigen Eisschollen, das Taktieren, wie man in den jeweiligen Situationen verfährt - das alles forderte die Mannschaft und war gleichzeitig sehr aufregend. Dazu kam das Aufsuchen der historischen Orte, den Carey Islands und natürlich Camp Clay als absolutes Highlight, aber auch Littleton Island sowie Etah, Pandora Havn oder Siorapaluk, das alles war extrem interessant und spannend.

 



Die Gemeinde Qaanaaq hat sich seit unserem letzten Besuch 1993 sehr entwickelt. Die Ursprünglichkeit, wie wir sie damals kennengelernt haben, ist einer gewissen Moderne gewichen. Das muss aber nicht unbedingt negativ sein. Hier in Qaanaaq haben wir Peter Petersen getroffen, einen Teilnehmer unseres diesjährigen ICE-Jugendcamps auf Island (Foto) sowie seinen Lehrer Dan Normann. Die Schule Avanersup Atuuarfia hatte sich an unserem ICE-Projekt beteiligt und zwei Schüler entsandt, Katherine Andersen konnte uns an Bord nicht besuchen, sie geht in Dänemark weiter zur Schule.
Unsere Expedition tritt in einen neuen Abschnitt. Mit Fabian Reith haben wir jetzt einen Geologiestudenten an Bord, wodurch wir in den wissenschaftlichen Teil übergleiten. Wir werden uns der Gletschervermessung widmen, zunächst gilt es, die Gletscher im Bereich Thule und schließlich im Bereich der Melville Bucht zu untersuchen.
Es bleibt also weiter spannend und interessant...