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Sonntag, 31.08.2009
Pos. 77°27' N - 069°14' W
Seit dem Ende der vergangenen Woche sind wir in Qaanaaq (auch Thule
genannt), dem größten Ort des nördlichen Grönlands. Hier wird ein
erneuter Crew-Wechsel stattfinden. Von Bord gehen neben Brigitte auch
Bernhard Naber, Beke Tietz und Kathrin Fleischer. Gleichzeitig werden
Hans-Joachim Karpus, Fabian Reith und unser zweiter Überwinterer, Martin
Varga, anreisen.
Mit dem Besuch auf Pim Island ist der historische Teil der Expedition
abgeschlossen. Die vergangenen fünf Wochen waren extrem
abwechslungsreich und interessant. Der Smith Sound mit seiner
schwierigen Eislage und den riesigen Eisschollen, das Taktieren, wie man
in den jeweiligen Situationen verfährt - das alles forderte die
Mannschaft und war gleichzeitig sehr aufregend. Dazu kam das Aufsuchen
der historischen Orte, den Carey Islands und natürlich Camp Clay als
absolutes Highlight, aber auch Littleton Island sowie Etah, Pandora Havn
oder Siorapaluk, das alles war extrem interessant und spannend.
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Die Gemeinde Qaanaaq hat sich seit unserem letzten
Besuch 1993 sehr entwickelt. Die Ursprünglichkeit, wie wir sie damals
kennengelernt haben, ist einer gewissen Moderne gewichen. Das muss aber
nicht unbedingt negativ
sein.
Hier in Qaanaaq haben wir Peter Petersen getroffen, einen Teilnehmer
unseres diesjährigen ICE-Jugendcamps auf Island (Foto) sowie seinen
Lehrer Dan Normann. Die Schule Avanersup Atuuarfia hatte sich an unserem
ICE-Projekt beteiligt und zwei Schüler entsandt, Katherine Andersen
konnte uns an Bord nicht besuchen, sie geht in Dänemark weiter zur
Schule.
Unsere Expedition tritt in einen neuen Abschnitt. Mit Fabian Reith haben
wir jetzt einen Geologiestudenten an Bord, wodurch wir in den
wissenschaftlichen Teil übergleiten. Wir werden uns der
Gletschervermessung widmen, zunächst gilt es, die Gletscher im Bereich
Thule und schließlich im Bereich der Melville Bucht zu untersuchen.
Es bleibt also weiter spannend und interessant...
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