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Freitag, 31.07.2009
Pos. 72°47' N - 56°09' W
Mit dem Erreichen der Gemeinde Upernavik tritt die Expedition
"Nordpoldämmerung" in eine wichtige Phase. Der kleine Ort in der
Melvillebucht (Qimusseriarsuaq) ist sozusagen der Ausgangspunkt der
eigentlichen Expedition. Hier, wo sich das nördlichste Freilichtmuseum
der Welt befindet, ist der letzte Vorposten, bevor wir in den hohen
Norden aufbrechen. Von Upernavik geht es anschließend quer über die
Baffin Bay
in
den Jones Sound, wo die kanadische Siedlung Grise Fiord liegt.
Die kenne ich gut von früheren Expeditionen, insbesondere auch durch die
Expedition von 2006 auf
Ellesmere Island, wo wir mit Hundeschlitten entlang der Nordküste
der Insel reisten und mehrere Tage von weißen Wölfen begleitet wurden.
Wir werden dort einklarieren und zudem Doug Stern an Bord nehmen, der
nahezu sein ganzes Leben in der Arktis verbracht hat und ein
unglaublicher Kenner der Region ist. Doug war auch bei der Durchquerung
der
NWP dabei. Von Grise Fiord geht es weiter in Richtung Norden.
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Die Eisfelder verändern sich täglich, daher ist es schwer zu planen, wie
der Kurs verlaufen wird. Jedenfalls werden wir zunächst
Cape Sabine auf der Pim Insel ansteuern, um dort das so genannte Cap
Clay der Greely Expedition aufzusuchen. Es gibt eine ganze Reihe von
Spuren, denen wir dort nachgehen wollen. Die Region
stellt
eine große Herausforderung für Schiff und Mannschaft dar. Wir werden
versuchen, so weit wie möglich nach Norden zu gelangen - der bestimmende
Faktor ist natürlich das Eis, deshalb prüfen wir täglich mit großer
Aufmerksamkeit die Eiskarten. Über die Expedition soll für National
Geographic eine Doku entstehen.
Das Wetter ist nach wie vor sonnig, windstill - in der Bucht sind jede
Menge großer Eisberge, die Tage werden wieder kürzer.
Interessant ist, das es hier auf der grönländischen Seite der Baffin Bay
die Vegetation vielüppiger ist als auf der kanadischen. Hier gibt es
Gras und Blumen und richtige kleine Wiesen. In Kanada ist die Vegetation
viel karger...
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