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Die polaren Zonen der Erde haben den Bad Bramstedter Arved Fuchs
in ihren Bann gezogen, seit mehr als dreißig Jahren unternimmt der
Expeditionsleiter Reisen in die arktischen und antarktischen Regionen.
Doch im Gegensatz zu früheren Unternehmungen berichtet Fuchs heute nicht
mehr nur von der Schönheit der Arktis, sondern vor allem von der
Verletzlichkeit der Natur. Rund um den Nordpol verändert der
Klimawandel die Lebensgewohnheiten der dortigen Bevölkerung.
Der Tourismus und das Ringen um die Bodenschätze hat zu einem Umdenken
geführt - der Vortragstitel "Nordpoldämmerung" steht daher sinnbildlich
für die einschneidenden Veränderungen in der Arktis - gleichzeitig aber
auch für die erfolgreiche Expedition der "Dagmar Aaen" zur Nordwestküste
Grönlands.
Mit seiner internationalen Crew reiste Fuchs von Hamburg aus auf den
Spuren der historischen Greely-Expedition von 1881-84,
die im Zuge des ersten internationalen polaren Jahres den Beginn der
modernen Polarforschung einläutete. Im Smith Sound zwischen Ellesmere
Island und Grönland spielte sich seiner Zeit ein Drama ab, die
Mannschaft der "Dagmar Aaen" fuhr zu den Schauplätzen der tragisch
geendeten Expedition von Oberstleutnant Adolphus Greely und stieß
tatsächlich auf Relikte der Unternehmung, bei der nur sechs der
ursprünglich 25 Teilnehmer überlebten...
Die anschließende Überwinterung des Haikutters nahe der
grönländischen Siedlung Upernavik stellt einen weiteren Höhepunkt der
"Nordpoldämmerung"-Expedition dar. Erstmals wurde ein Winter an Bord der
"Dagmar Aaen" filmisch festgehalten, drei Crewmitglieder erlebten den
langen dunklen grönländischen Winter, wobei sich auch rund um das Schiff
der Klimawandel bemerkbar machte, da der Winter in Grönland fiel zu
milde aus.
Während der "Nordpoldämmerung"-Expedition legte der Haikutter insgesamt
mehr als 12.000 Seemeilen zurück und war 469 Tage unterwegs. Nach dem
langen Winter in Grönland erforschte das Team abgelegene und nur schwer
zu erreichende Inseln im Nordatlantik.

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