Icebound

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Vor hundert Jahren gelang es dem norwegischen Polarforscher Roald Amundsen, die gefürchtete Nordwestpassage mit seinem eigenen Schiff zu durchqueren. In diesem Jahr will Arved Fuchs seine im vergangenen Sommer unterbrochene Expedition fortsetzen und die Passage (als 100. Schiff im Jubiläumsjahr 100 Jahre nach der Entdeckung der Nordwestpassage) ebenfalls durchsegeln. Der besondere Aspekt der Fahrt durch das Eis der Arktis liegt in der Beobachtung der aktuellen Klimaveränderung. Hierzu wird es eine Zusammenarbeit mit der Umweltstiftung WWF-Deutschland und diversen Schulen geben.

Hintergrund der Expedition

Als Roald Amundsen in den Jahren 1903-1906 die Nordwestpassage mit seinem Schiff "Gjoa" durchsegelte, ging er in die Geschichte der Seefahrt ein: Ihm gelang es als Erstem, den Seeweg entlang der kanadischen Nordküste mit dem eigenen Schiff zu bezwingen. Vor ihm versuchten mehrere Expeditionsreisende, eine Route durch das Eis zu finden. Doch neben der Edward-Parry-Expedition (1819-1820) scheiterten auch die Reisen von John Ross (1829-1833) und von Sir John Franklin (1845-1847), wobei die Schiffe von Franklin nordwestlich von King William Island im Eis eingeschlossen wurden und nie zurückkehrten.
Die komplette Besatzung von 129 Mann bezahlte die Expedition mit ihrem Leben. Bereits 1993 konnte Arved Fuchs an Bord seines Segelkutters "Dagmar Aaen" die Passage ohne Eisbrecherunterstützung durchqueren, damals allerdings in Ost-West-Richtung. In diesem Jahr soll die Durchfahrt von West nach Ost und eine erneute Umrundung des Nordpols vollendet werden.

Die Beobachtungen der Crew unterstützen die wissenschaftliche Arbeit des WWF

Vom Winterlager im kanadischen Cambridge Bay aus setzte Fuchs die Fahrt durch den erstmals 1903 bis 1906 von dem norwegischen Polarforscher Roald Amundsen durchsegelten Seeweg in östlicher Richtung fort. Fuchs wollte auf seiner Fahrt in Richtung Grönland auf die Problematik des "Global Warming" aufmerksam machen. Besonders in der arktischen Region machen sich die Klimaveränderungen deutlich bemerkbar. Die Arktis gilt als Frühwarnsystem für die Klimaforschung.

Um die bestehende Problematik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hatte sich Fuchs zur Zusammenarbeit mit der Umweltstiftung WWF Deutschland entschlossen. Die Beobachtungen der Crew vor Ort unterstützen die wissenschaftliche Arbeit des WWF und sollen dieser zusätzlich eine menschliche Dimension verleihen.
Um junge Menschen an die Klimaproblematik heranzuführen, wurde zunächst für vier Schulen ein Forum eingerichtet, über das die Schüler mit der Crew kommunizieren können. Durch den interaktiven Dialog sollen die Jugendlichen einen Einblick in die Situation der Arktis gewinnen.

 

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Veröffentlichung:

Donnerstag, 16. Januar 2014