OCEAN CHANGE

Ocean Change

Unter dem Titel „Ocean Change“ bricht der Bad Bramstedter Arved Fuchs (62) am 5. August 2015 vom Hamburger Hafen aus in See, um mit seinem Segelschiff „Dagmar Aaen“ in Richtung Feuerland aufzubrechen. Der Projektname „Ocean Change“ soll stellvertretend für die zahlreichen Veränderungen der Ozeane stehen. Akute Themen sind die Überfischung, die Versauerung durch zu viel CO2 aus der Atmosphäre mit Konsequenzen für die Meeresflora und –fauna, die zunehmende Verschmutzung der Meere, Plastikmüll und als Folge der dramatische Veränderungen der Artenschwund. Die neue Expedition hat das Ziel, diesen Wandel der Ozeane aufzuspüren, zu untersuchen und zu dokumentieren.

Von Hamburg aus geht es über Falmouth (England), Vigo (Spanien), den Kap Verden, den zu Guinea-Bissau gehörenden Bissagos-Inseln, Fernando de Noronha, Rio de Janeiro bis nach Ushuaia (Argentinien). Während dieser langen Reise stehen diverse Projekte im Mittelpunkt.

Entlang der Küsten soll u. a. die aktuelle Problematik der lokalen Fischerei dokumentiert werden, es dreht sich um Fangquoten, Überkapazitäten und handelbare Fischereiabkommen und in erster Linie um die nachhaltige Zukunft des Fischbestandes und die Auswirkungen auf die Küstenfischerei.

Den historischen Aspekt der Reise bildet die Unternehmung des deutschen Forschers Gunther Plüschow (1886 – 1931), der im November 1927 mit der „Feuerland“ von Büsum nach Punta Arenas (Chile) fuhr und weite Teile Patagoniens erkundete, vier Jahre später bei der Expedition ums Leben kam.
Sowohl über diese Geschichte als auch über das 400-jährige Jubiläum der Entdeckung des legendären Kap Hoorns wird es auf ZDFinfo eine Dokumentation geben. Im Anschluss wird die „Dagmar Aaen“ erstmalig die antarktische Halbinsel bereisen, im Januar/Februar 2016 will die Crew den nördlichsten Teil des antarktischen Kontinents ansteuern.

Ein Forschungsprojekt an Felsenpinguinen ist für den Zeitraum Anfang bis Ende März 2016 geplant. In Zusammenarbeit mit dem Antarctic Research Trust sollen Satellitensender auf den Pinguinen aus Kolonien rund um die Südspitze Südamerikas befestigt und anschließend die Wanderungen der Tiere verfolgt werden, um die bevorzugten Nahrungsgebiete und Wanderwege zu identifizieren. Die „Dagmar Aaen“ dient dabei als Basislager, um die schwer zu erreichenden Inseln Islas Noir, Defonso, Diego Ramírez und Isla de los Estados anzusteuern.

Berichte, aktuelle Logbucheinträge und Bilder der langen Reise an das andere Ende der Welt wird es in unregelmäßigen Abständen auf der Website und derFacebookseite geben.

Die komplette Pressemitteilung "OCEAN CHANGE"

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Veröffentlichung:

Dienstag, 4. August 2015