I.C.E. 2008

ICE 2008

Die erfolgreiche Premiere des Vorjahres findet in diesem Jahr eine Fortsetzung. Arved Fuchs hat nach der Durchführung des ersten "Ice - Climate - Education"-Camps auf Spitzbergen erneut ein internationales Jugendprojekt initiiert, welches vom 10. bis 21. August im isländischen Húsavík stattfinden wird. Insgesamt werden 14 Teilnehmer aus elf Nationen die Reise auf die Insel im Nordatlantik antreten und sich vor Ort intensiv mit der Klimaproblematik beschäftigen.

Die teilnehmenden Schüler mussten sich über einen Wettbewerb für das diesjährige Camp qualifizieren, die jeweiligen Sieger jeder beteiligten Schule bekamen von Fuchs die Einladung in das I.C.E.-Camp auf Island.
Die globale Klimaerwärmung ist eine gesicherte Tatsache, wissenschaftliche Studien wie der Arktis-Klima-Report (ACIA, 2004) und die Berichte des UN-Weltklimarates (IPCC, 2007) unterstreichen die Ergebnisse und betonen die zunehmende Geschwindigkeit des globalen Klimawandels.

Kyoto 1997

Die Schüler und Schülerinnen, die heute unsere Schulen besuchen, stellen die erste Generation dar, die die Folgen der globalen Klimaerwärmung in ihrem vollen Ausmaß erfahren werden. Damit diese Jugendlichen die Klimaprozesse zu verstehen lernen, mit den Folgen konfrontiert werden und nach Lösungsmöglichkeiten suchen können, hat Arved Fuchs den Klimawettbewerb ins Leben gerufen.

Angesichts einer Vielzahl von überwiegend negativen Folgeerscheinungen wie dem Anstieg des Meeresspiegels, von Überschwemmungen, Trockenheiten, Wirbelstürmen und auftretenden Gesundheitsrisiken versuchen Politiker in aller Welt, den drohenden ökonomischen und sozialen Gefahren zu begegnen. Der Klimawandel besitzt eine politische Brisanz, da vor allem die armen Länder der Welt betroffen sind, es kommt zu Migrationsproblemen vor allem in der so genannten Dritten Welt. Internationale Umweltkonferenzen wie Kyoto 1997, wo erstmals verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen festgeschrieben wurden, sind erst der Anfang, auf Nachfolgeabkommen wird es weitere Vorgaben geben müssen.

Die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen setzten sich intensiv mit den Vorgaben auseinander

In drei sorgsam definierten Szenarien im Kontext der gegenwärtigen Klimaerwärmung sollten die am Wettbewerb teilnehmenden Jugendlichen Projektarbeiten erstellen, mit denen sie sich für das diesjährige Camp qualifizieren konnten. Zur Auswahl standen folgende Themenbereiche:

  • Nachempfindung der historischen Expedition mit der "Hansa" aus dem Jahr 1869 exakt 139 Jahre später - Vergleich der Beobachtungen der damaligen und heutigen Situation
  • Auswirkungen des Klimawandels im Jahr 2040 - Erlebnisse einer Deutschlandreise unter dem Aspekt der Vorhersagen des IPCC-Berichts von 2007
  • Entwicklung neuer Konzepte für den Schutz der Ringelrobbenbabies, die bei zunehmender Erwärmung der Arktis geringe Überlebenschancen haben

Global community

Die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen setzten sich intensiv mit den Vorgaben auseinander und fertigten hochwertige Projektarbeiten an, dabei nutzten die Jugendlichen die verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten. Neben der schriftlichen Erstellung der Arbeiten gab es zudem aufwendige Power-Point-Präsentationen, ein Foto-Tagebuch einer Deutschlandreise im Jahr 2040, ein in Leder gebundenes Tagebuch sowie eine Website über die Bedrohung der Ringelrobbenbabies.
In den teilnehmenden Schulen fand schließlich die Auswertung der Projektarbeiten statt, die beteiligten Fachlehrer waren für die Beurteilung zuständig, wodurch die Gewinner ermittelt wurden, die am 10. August die Reise ins ferne Island antreten durften.

Das Jugendcamp findet auf Island statt, weil im arktischen Raum Klimaveränderungen und Folgeerscheinungen gegenwärtig nirgendwo schneller und dramatischer ablaufen. Unterstützt von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen werden Schülerinnen und Schüler aus elf Nationen gemeinsam vor Ort Daten sammeln.
Erneut wird es eine Kooperation mit Dr. Dirk Notz vom Hamburger Max-Planck-Institut geben, der die Jugendlichen wissenschaftlich beraten wird. Gemeinsam werden die Teilnehmer Ergebnisse analysieren, auswerten und diskutieren und die Gruppe wird sich dabei als eien Art "global cvommunity" erfahren, die sich vor ein gemeinsam globales Projekt gestellt sieht.

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Veröffentlichung:

Sonntag, 10. August 2008