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Sonntag, 13.06.2010
Obwohl heute Sonntag ist, gab es wieder um acht Uhr
ein leckeres Frühstück. Im Anschluss gingen wir ins "Gamli Baukur", wo
wir am ersten Tag unseres Aufenthaltes auf Island gefrühstückt hatten,
da Ulrich uns etwas über geothermale Energie speziell auf Island
erzählen wollte.
Es gab eine kleine Einführung in die Thematik und wir erfuhren eine
Menge grundlegende Sachen über Vulkane und die Kontinentalverschiebung.
Diese Bewegungen rufen
Erdbeben
und Vulkanausbrüche hervor. Allein heute gab es 50 Erdbeben auf Island,
aber keiner hat davon etwas mitbekommen. Ulrich erzählte uns, dass
Island auf genau zwei Kontinentalplatten liegt - der amerikanischen und
der eurasischen - und beide Platten bewegen sich jedes Jahr 2cm
voneinander weg.
Weiterhin erklärte er uns, wie ein Geothermalkraftwerk funktioniert und
wo es auf Island welche gibt. Solche Kraftwerke könnten überall auf der
Welt errichtet werden, aber Island hat die besten Voraussetzungen dafür
- wegen der vorherrschenden Erdwärme, so dass kaltes Wasser in die Erde
gepumpt wird und dieses dort erhitzt wird und als Wasserdampf wieder
austritt. Dieser Dampf treibt ein Turbinenrad an, welches wiederum ein
magnetisches Rad im Generator dreht. Die geothermale Energie wird wird
auch für Raumwärme, Elektrizität, Swimmingpools etc. genutzt. So sind
beispielsweise in Reykjavik die Straßen im Winter schneefrei, da
aufgrund der Erdwärme heißes Wasser in Rohren unter den Straßen und
Parkplätzen verläuft.
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Im Anschluss gab es eine kleine Pause und dann
begannen wir eine Diskussion über den Film "The Great Global Warming
Swindle", den wir gestern gesehen hatten. Dirk zeigte uns, wie viele
"Fakten" in dem Film falsch waren und erzählte uns anschließend die
"Wahrheit".
Ein
bisschen müde und hungrig gingen wir zurück ins Guesthouse, wo es
fantastische Pfannkuchen (Eierkuchen) gab. Gestärkt fuhren wir am
Nachmittag zu den Schwefelfeldern von Hverarönd. Wir waren mutig genug
mehr als eine halbe Stunde die heißen Solfatare anzuschauen, wo
Schwefelwasserstoff austritt - zudem sahen wir kochende Schlammtümpel
und kleine Vulkane.
Danach fuhren wir zum Geothermalkraftwerk Krafla, welches wir
besichtigen konnten. Dort sahen wir einen kleinen Film über das
Kraftwerk und schauten uns die großen Turbinen an.
Wir waren heute nicht nur auf der eurasischen Platte, sondern besuchten
auch Amerika, weil wir zu der Stelle fuhren, wo sich beide Platten
voneinander entfernen...
Im Anschluss besuchten wir noch das "Trollschloss" Dimmuborgir - ein
Gebiet, welches durch Lava geformt wurde und welches in der isländischen
Mythologie die Heimat von Elfen und Trollen sein soll.
Da die Zeit langsam knapp wurde, fuhren wir schnell zurück nach Húsavík,
um das Auftaktspiel Deutschlands bei der WM zu gucken. Das Spiel war
klasse und wir hatten viel Spaß beim Zuschauen. Als Belohnung für den
langen aber interessanten Tag gab es Frikadellen mit Kartoffeln und
Mischgemüse. Guten Appetit!
Bianca Köhler (Deutschland)
& Frederic Heim (Deutschland)
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