ICE-CLIMATE-EDUCATION  2010  ** HÚSAVÍK ** 
Camp-Tagebuch (07.06. - 18.06.2010)         
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Mittwoch, 16.06.2010

Heute, nach einem Mitternachtsbad im Ozean, an dem drei ICE-Studenten teilnahmen (Teodora, Rebecca und Sahra), hatten wir ein weiteres gutes Frühstück. Anschließend trafen wir uns wieder im "Gamli Baukur", um einen Test-Wahldurchgang der Anträge in unserem Planspiel "CleanAir" durchzuführen. Es wurd ein bisschen unübersichtlich, weil jedes Mitglied seine Vorschläge für eine Antragsänderung einbringen musste, welche per Votum abgestimmt wurden. So hatten sich die Mitglieder des Planspiels gegen die zermürbenden Argumente der EU zu wehren. Es gab heftige Diskussionen über zusätzliche finanzielle und technische  Unterstützungen, die es im Gegenzug zu bestimmten Zusagen geben sollte. Danach gab es erst einmal eine zehnminütige Pause. Nachdem alle 13 Testdurchgänge beendet waren, kamen wir zu keinem einstimmigen Ergebnis.  Alle Teilnehmernationen versuchten, ihre Interessen durchzusetzen, daher gab es kein Ergebnis. Doch die Diskussion wurde im "Vísir" fortgesetzt, um auf eine allgemeingültige Resolution zu kommen, es brauchte seine Zeit, um alle Paragraphen zu zu ändern, dass alle zufrieden waren - das war im Endeffekt nicht so einfach wie wir es uns vorstellten. Erst kurz vor dem Mittag kamen wir zu einer neuen Resolution.

Nach dem Mittag entschieden wir uns zu einem Last-Minute-Shopping, da die Shops am Donnerstag wegen des Unabhängigkeitstages in Island geschlossen sein werden. Die letzten Besuche in den Souvenir-Shops wurden zügig durchgeführt, jeder wollte die letzten Stunden in Húsavík genießen. Nach dem traurigen Fußball-Match der Südafrikaner (0:3 gegen Uruguay) gab es das beste Dinner aller Zeiten. Leider war es unser letztes gemeinsames Essen im Guesthouse Vísir.

 

 



Wie geplant brachte jeder der Teilnehmer ein kleines Geschenk aus seinem Heimatland mit. Das beste an dem nun folgenden "Julklapp" oder "Secret Santa" war die Zuteilung der Geschenke. Arne und Annelie hatten eine witzige Idee: Jeder musste eine kleine "Bestrafung" über sich ergehen lassen, um das Geschenk zu bekommen. Natürlich waren diese Bestrafungen nicht zu leicht, aber es machte allen großen Spaß. Es gab Zwiebeln mit Kakao, schwefeliges Wasser musste getrunken werden, es gab Knoblauch mit Skyr, Bianca musste durch den Flur watscheln und wie eine Ente quaken - und viele weitere Aktionen. Natürlich waren die Geschenke die Anstrengungen wert, die Präsente waren interessant und wunderschön.

Wahrscheinlich war jeder ziemlich traurig, dass es unser letzte Abend war, morgen werden wir in unsere Heimatländer zurückreisen. Als Abschiedsgruß gingen wir noch einmal zum Strand, die anderen gingen zum Hot Pot in der Stadt. Am Strand machten wir noch einmal ein Gruppenfoto. Die Teilnehmer, die zum Hot Pot gingen, trafen dort drei Kanadier, von denen gerade einer sein Studium beendet hatte und nun Wissenschaftler sei (Physiker). Zusammen mit den beiden Mädchen erzählte er uns von den offensichtichen klimatischen Veränderungen in Kanada und von der kanadischen Bergbau- und Ölindustrie. Hattet Ihr gewusst, dass mehr als 50% von Kanadas Ölfeldern an ausländische Firmen verkauft sind? Wie auch immer, unser letzter Tag war definitiv der beste.

Teodora Bujdei (Rumänien)
& Frederic Heim (Deutschland)