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Mittwoch, 16.06.2010
Heute, nach einem Mitternachtsbad im Ozean, an dem
drei ICE-Studenten teilnahmen (Teodora, Rebecca und Sahra), hatten wir
ein weiteres gutes Frühstück. Anschließend trafen wir uns wieder im
"Gamli Baukur", um einen Test-Wahldurchgang der Anträge in unserem
Planspiel "CleanAir" durchzuführen. Es wurd ein bisschen
unübersichtlich, weil jedes Mitglied seine Vorschläge für eine
Antragsänderung einbringen musste, welche per Votum abgestimmt wurden.
So
hatten sich die Mitglieder des Planspiels gegen die zermürbenden
Argumente der EU zu wehren. Es gab heftige Diskussionen über zusätzliche
finanzielle und technische Unterstützungen, die es im Gegenzug zu
bestimmten Zusagen geben sollte. Danach gab es erst einmal eine
zehnminütige Pause. Nachdem alle 13 Testdurchgänge beendet waren, kamen
wir zu keinem einstimmigen Ergebnis. Alle Teilnehmernationen
versuchten, ihre Interessen durchzusetzen, daher gab es kein Ergebnis.
Doch die Diskussion wurde im "Vísir" fortgesetzt, um auf eine
allgemeingültige Resolution zu kommen, es brauchte seine Zeit, um alle
Paragraphen zu zu ändern, dass alle zufrieden waren - das war im
Endeffekt nicht so einfach wie wir es uns vorstellten. Erst kurz vor dem
Mittag kamen wir zu einer neuen Resolution.
Nach dem Mittag entschieden wir uns zu einem Last-Minute-Shopping, da
die Shops am Donnerstag wegen des Unabhängigkeitstages in Island
geschlossen sein werden. Die letzten Besuche in den Souvenir-Shops
wurden zügig durchgeführt, jeder wollte die letzten Stunden in Húsavík
genießen. Nach dem traurigen Fußball-Match der Südafrikaner (0:3 gegen
Uruguay) gab es das beste Dinner aller Zeiten. Leider war es unser
letztes gemeinsames Essen im Guesthouse Vísir.
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Wie geplant brachte jeder der Teilnehmer ein kleines
Geschenk aus seinem Heimatland mit. Das beste an dem nun folgenden
"Julklapp" oder "Secret Santa" war die Zuteilung der Geschenke. Arne und
Annelie hatten eine witzige Idee: Jeder musste eine kleine "Bestrafung"
über sich ergehen lassen, um das Geschenk zu bekommen. Natürlich waren
diese Bestrafungen nicht zu leicht, aber es machte allen großen Spaß. Es
gab Zwiebeln mit Kakao,
schwefeliges
Wasser musste getrunken werden, es gab Knoblauch mit Skyr, Bianca musste
durch den Flur watscheln und wie eine Ente quaken - und viele weitere
Aktionen. Natürlich waren die Geschenke die Anstrengungen wert, die
Präsente waren interessant und wunderschön.
Wahrscheinlich war jeder ziemlich traurig, dass es unser letzte Abend
war, morgen werden wir in unsere Heimatländer zurückreisen. Als
Abschiedsgruß gingen wir noch einmal zum Strand, die anderen gingen zum
Hot Pot in der Stadt. Am Strand machten wir noch einmal ein Gruppenfoto.
Die Teilnehmer, die zum Hot Pot gingen, trafen dort drei Kanadier, von
denen gerade einer sein Studium beendet hatte und nun Wissenschaftler
sei (Physiker). Zusammen mit den beiden Mädchen erzählte er uns von den
offensichtichen klimatischen Veränderungen in Kanada und von der
kanadischen Bergbau- und Ölindustrie. Hattet Ihr gewusst, dass mehr als
50% von Kanadas Ölfeldern an ausländische Firmen verkauft sind? Wie auch
immer, unser letzter Tag war definitiv der beste.
Teodora Bujdei (Rumänien)
& Frederic Heim (Deutschland)
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