ICE CLIMATE EDUCATION
Im Vorfeld der geplanten Spitzbergen-Umrundung 2007
hatte Arved Fuchs die Idee, ein internationales Jugendcamp
ins Leben zu rufen, in dem die Thematik "Global Warming" den Schwerpunkt
bilden sollte. Diese Idee hatte sofort Zustimmung gefunden, da die
Klimaproblematik in den Medien noch immer nicht ausführlich genug behandelt
wird. Wir wollten den teilnehmenden Jugendlichen die Augen öffnen und
erarbeiteten zusammen mit dem Wissenschaftler Dr. Dirk Notz und dem
befreundeten Lehrer Ulrich Jordan ein Konzept, wie wir das Projekt mit
Inhalten füllen konnten.
Die
Grundidee war, die Jugendlichen für die Klimaproblematik zu sensibilisieren.
Würden sie direkt vor Ort sehen, welchen Einfluss der Klimawandel auf die
Arktis hat, könnten sie an ihren Schulen vielleicht mehr bewegen und durch
eigene Vorträge andere Mitschüler und Lehrer inspirieren, sich ebenfalls für
den Klimaschutz einzusetzen.
Dieser emotionale Aspekt ist für Arved Fuchs sehr wichtig. Im "normalen"
Schulunterricht erfahren die Schüler Fakten über den Klimawandel, in einem "Klimacamp"
werden sie jedoch vor Ort mit den Auswirkungen konfrontiert. Es sind nur
kleine Gruppen von zehn bis zwölf Teilnehmern, die neben den Vorträgen von
Wissenschaftlern speziell in Diskussionen Lösungsansätze suchen sollen, wie
sie nach der Rückkehr in die Heimat mit dem Erlernten umgehen sollen. Dies
ist ein wichtiger Bestandteil der Camps - jeder Teilnehmer macht sich
während und nach des Aufenthalts in der Arktis seine eigenen Gedanken,
transportiert sie in seine Heimat und versucht dort, andere Schüler /
Freunde anzustecken, Aktionen ins Leben zu rufen. Jeder kleine Schritt ist
dabei wichtig.
Für
Arved Fuchs ist es wichtig, dass die Teilnehmer nicht nur Fakten lernen,
warum das Eis in der Arktis schmilzt und welche Auswirkungen dies haben
wird. Es ist wichtig, dass sie lernen, dass jeder seinen kleinen Beitrag
leisten kann, um den Klimawandel einzudämmen. Stoppen kann man ihn nicht.
Aber wer nach einem Camp nach Hause reist und in Zukunft darauf achtet,
regionale Produkte zu kaufen (und auch Familie / Freunde dazu überredet),
den Stecker aus der Steckdose zu ziehen, wenn die Kaffeemaschine nicht
benutzt wird, mit dem Fahrrad zum Bäcker fährt statt mit dem großen SUV, der
hat schon viel gelernt in dieser Woche. Wer es dann noch schafft, im
Freundeskreis andere anzustecken, hat die Grundidee des Projektes
verstanden.
Daher versuchen wir von unserem kleinen Büro in Bad Bramstedt aus, dieses
Camp möglichst international zu gestalten. Wir wissen nicht, wie der
Klimawandel in Schulen in Rumänien oder Estland thematisiert wird - erfahren
aber während des Camps, dass die Problematik dort teilweise nur am Rande
besprochen wird. Auch hier betreiben wir eine Art Aufklärungsarbeit und
hoffen, dass Teilnehmer dieser Länder an ihren Schulen etwas bewegen können.
Das alles sind natürlich nur kleine Schritte, aber wenn schon die Politiker
der großen Nationen das Problem noch immer nicht erkannt haben und keine
Lösungen finden, dann können vielleicht einige wenige Schüler ein bisschen
mehr bewegen.
