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NORDOST-PASSAGE Tagebuch aus dem Eis
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8. August 2002 |
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| ORT: |
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Dikson, Russland |
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| POSITION: |
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73° 32' N 80° 36' O
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| WETTER: |
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7 Grad Celsius, neblig |
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| WEGSTRECKE: |
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Dikson-Kap Tscheljuskin 500
Seemeilen |
Dichter Nebel, Nieselregen und
Temperaturen wie bei uns zu Hause im Januar werden dem Ruf des
sibirischen Dikson (Foto links) gerecht. Der Ort ist bekannt für
sein notorisch schlechtes Wetter. Obwohl deutlich weniger Menschen
hier leben als noch vor zehn Jahren, gibt es doch noch einige wenige
Einwohner, die sich an unseren ersten Besuch erinnern. Seitdem hat
sich einiges verändert. In den vier Tagen, die wir hier verbracht
haben, konnten wir recht umfassend einen Einblick in die derzeitigen
Lebensumstände dieses entlegenen Orts gewinnen. Zusammen mit den
Crewmitgliedern
Henryk Wolski und
Brigitte Ellerbrock (im Foto oben rechts) besuchte
ich in Dikson alte Freunde.
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Heute nun geht es weiter. Vor uns liegt eine der
schwierigsten Passagen des ganzen Nördlichen Seeweges, das
sogenannte Kap Tscheljuskin. Das Kap ist fast immer vom Packeis
eingeschlossen und extrem schwierig zu passieren. Gleichzeitig ist
es der nördlichste Punkt des asiatischen Festlands. Hier sind wir
1992 am Eis gescheitert (Archivbild unten).
Entsprechend groß ist die
Spannung an Bord. Eiskarten werden gesichtet, Wetterberichte und
Windvorhersagen eingeholt sowie Wasser und Diesel gebunkert. Heute
Nachmittag laufen wir aus. Bis zur nächsten Siedlung sind es gut
1000 Seemeilen. Dazwischen liegen spannungsgeladene Wochen mit
hoffentlich passierbaren Packeisfeldern.
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