Rathenow Wittstock

Erich-Kästner-Gesamtschule in Hamburg

Die Erich-Kästner-Gesamtschule hat bereits vor Jahren an einem interaktiven Projekt mit Arved Fuchs zusammengearbeitet. Ansprechpartner für diese Schule ist Ulrich Jordan.


Unterrichtsraum der Erich-Kästner-Gesamtschule in Hamburg

Die Fragen der Schüler und die Antworten von Bord der "Dagmar Aaen"

Ajnur B.

Was wenn das Eis nicht mehr weg geht , was macht ihr dann?
Habt ihr genügend Vorrat auf dem Schiff, um so lange zu warten?
Habt ihr auch Tiere auf dem Schiff?


 
Die Frage mit dem Eis hat sich jetzt ja zum Glück erübrigt. Aber die Crew hätte sich ansonsten auf eine erneute Überwinterung eingerichtet.
Die Vorräte werden vor der Abreise immer so geplant, dass sie bis zum Ende ausreichen. Da wir Trockennahrung an Bord haben, wird der Proviant auch nicht schlecht. Erst bei einer tatsächlichen Überwinterung muss natürlich das Vorratslager wieder aufgefüllt werden.
Tiere haben wir nicht an Bord.
Denis G.
Was ist, wenn jemand krank wird ?
Habt ihr ein Arzt auf den schiff?
Wie lange müssen Sie noch segeln wenn das Wetter so bleibt?
Viel Glück noch
Denis

Wenn jemand krank wird, müssen wir ihn versorgen. Vor jeder Tour wird ein Refreshtraining durchgeführt, alle Erste-Hilfe-Maßnahmen werden aufgefrischt. Bei schwerwiegenden Krankheiten muss jeder helfen und das betreffende Mitglied muss bis zum Erreichen der nächsten Gemeinde warten. In schwerwiegenden Fällen ist jedoch immer die Coast Guard zu erreichen. Ein Arzt haben wir deshalb nicht an Bord.
Martin B.

Kann man sich auf dem Schiff duschen und wie macht man das?
Was isst man so auf einer anstrengenden Reise?

Eine Dusche haben wir nicht an Bord. Aber man kann das Seewasser aufwärmen und dann via Eimer duschen, natürlich ist das bei den eisigen Temperaturen etwas kalt, aber umso erfrischender. Wir versorgen uns während der Reise mit Trockennahrung von Trekking-Mahlzeiten. Das sind alles gefriergetrocknete Produkte, dazu Brot, Suppen, Power-Bar, Soja-Produkte und ab und zu erhalten wir den Einheimischen schon mal ein Caribou, welches dann gemeinsam zubereitet wird.
Daniel N.
Was haben Sie geglaubt, wie lange Sie für diese Expedition brauchen ?
Wie schätzen Sie ihre derzeitige Situation ein ?
Begegnet man dort oft einigen Tieren wie z.B. Walen oder Polarfüchsen ?
Ist man dort leicht erkältet ?
Was macht man gegen Erkältung, wenn man eine hat ?
Kann man denn nach so langer Zeit solche Schiffskost noch essen ?
Das Schiff, das Sie benutzen ist ein reines Segelschiff ?

Das Zeitfenster ist natürlich begrenzt. Da wir jetzt durch die Passage durch sind, kann man sagen, es war durchaus knapp. Wesentlich später wäre das Schiff nicht mehr durchgekommen. Der Weg durch die Passage ist nur in wenigen Wochen des arktischen Sommers möglich, jetzt sind die Sunde schon wieder komplett zugefroren.
Auf unseren Landgängen haben wir einige Tiere gesichtet, z.B. Moschusochsen, Polarfüchse, Raben und Gänse, die aber schon wieder die Arktis verlassen haben.
An Bord erkältet sich eigentlich kaum jemand, und wenn doch, muss er natürlich gepflegt werden. Wir haben eine Bordapotheke mit den wichtigsten Mitteln dagegen. Aber frische Luft hilft immer am besten, und davon gibt es hier genug...
Nach der Expedition freut man sich natürlich schon auf anderes Essen, aber es weiß vorher jeder, worauf er sich einlässt und von daher gibt es auch keine Beschwerden während der Reise.
Die DA ist zwar ein Segelschiff, aber wir besitzen auch einen Dieselmotor, da sie ansonsten kaum durch die Packeisfelder kommen würde.
Florian L.
Was machen sie den ganzen Tag, wenn sie nicht weiterkommen?
Haben sie eine X-Box an Bord?
...ich kenne selbst jemanden, der jetzt gerade eine Weltreise macht, und ich finde das toll, was ihr macht. Nur weiter so!!!!)
Viele Grüße Florian

Wir studieren die Eiskarten und informieren uns über Funk über die Situation und planen die nächsten Schritte äußerst sorgfältig. Eine X-Box haben wir nicht an Bord, dafür ist auch kein Platz.
Niels N.

Warum machen Sie das überhaupt?
Was machen Sie, wenn sie fest gefroren sind?
Wie finanzieren Sie das Projekt?
Was machen Sie, wenn Sie nicht weiter fahren können, weil das Eis im Weg ist?
Was machen Sie die ganze Zeit auf dem kleinen Schiff?
Was machen Sie, wenn sie seekrank werden?

Darüber hat Arved schon sehr vielfältige Antworten gegeben. Es ist der Reiz, sich mit den Naturgewalten auseinanderzusetzen und als ständiger Beobachter der arktischen Region die klimatischen Bedingungen und daraus resultierenden Probleme der Öffentlichkeit näher zu bringen.
Beim Einfrieren des Schiffes muss man auf einsetzende Winde warten, die das Eis wieder in Bewegung bringen. Gefährlich sind dabei die Eispressungen, die auf das Schiff wirken. Zur Not gibt es immer noch die Eisbrecher - doch in diesem Jahr ging ja alles gut.
Die Projekte werden durch Sponsoren und die Vorträge, die Arved in der Wintersaison hält, finanziert. Zudem bringt Arved ja auch Bücher auf den Markt, im Herbst erscheint sein neues Buch!
Die meisten von uns werden nicht seekrank. Die anderen haben gelernt, damit umzugehen, einige nehmen leichte Medikamente dagegen oder halten einfach durch. Wenn man etwas wirklich will, ist man auch bereit die Seekrankheit zu ertragen.
Svenja G.

Hallo ich habe ein paar Fragen an Sie und zwar:
Gibt es sehr viele verschiedene Tiere bei Ihnen? Wenn ja, welche?
Was glauben Sie, wie wann Sie weiter segeln können?
Haben Sie keine Angst, einzufrieren oder dass etwas anderes passiert?
Wann fängt bei Ihnen die Polarnacht an?
Für wie lange haben sie Essen dabei? Ich wünsche ihnen noch viel Spaß und viel Erfolg!!!!!!!
Mit freundlichen Grüßen
Svenja G.

Wir haben auf unserer Tour Eisbären gesehen, weiterhin Polarfüchse, viele Moschusochsen, Gänse und Raben.
Der Proviant reicht bei uns bis zum Ende der Expedition im Oktober, das wurde alles sorgfältig durchgeplant.
Die Polarnacht hat bereits begonnen, das Nordlicht konnten wir schon in den vergangenen Tagen mehrmals beobachten - ein fantastisches Schauspiel.
Vincent W.
Was für Tierarten haben sie schon auf ihrer Expedition gesichtet?
Wie schmeckt das Essen?
Ich persöhnlich hätte ja keine Lust auf so eine Reise,
da ich warscheinlich nach so langer Zeit auf einem Schiff verrückt werden würde.
Viel Spaß noch!!!
Gruß Vincent W.

Tiere siehe Svenja.
Das Essen schmeckt ziemlich gut, wir arbeiten schon seit Jahren mit der Fa. Trekking-Mahlzeiten zusammen, die Produkte sind einzigartig gut.
Tommy’s Fragen:
Das Schiff muss doch irgendwann repariert werden vor Schäden, die während der Fahrt passiert sind; ist man überhaupt noch sicher auf dem Schiff?
Feiert ihr auch Weihnachten, Silvster oder Ostern?
Sehnen Sie sich nicht nach Hause zurück ,wenn sie solange an einem Ort wie diesem sind, vermissen Sie nicht das natürliche Leben?

Das Schiff ist total sicher und trotz der langen und schwierigen Reise in einem technisch sehr guten Zustand. Aber wir arbeiten auch ständig daran, dass es so bleibt. Nach der Überwinterung haben wir z.B. wochenlang am Schiff gearbeitet, um sicher zu gehen, dass alles in einem Topzustand ist. Erst dann sind wir gestartet. Wenn wir jetzt nach Hause kommen, wird das Schiff Grund überholt, das macht man immer nach einer langen Reise.
Na klar wird das an Bord gefeiert. Das letzte waren allerdings Geburtstage.
Für mich ist dieses Leben hier durchaus ein normales Leben. es ist anders als das welches ich zu Hause führe, aber nicht weniger attraktiv und lebenswert. Ich habe es mir ja selbst ausgesucht. Trotzdem freue ich mich natürlich auf zu Hause. Nur wer einmal weggegangen ist, weiß wie schön es ist, wieder nach Hause zu kommen.
 
Carmen B.
Hallo Ich habe ein paar Fragen an Sie und ihre Mannschaft!
Gab es Tage wo sie Angst hatten? Wenn ja, warum?
Wie viele verschiedene Tiere haben sie schon gesehen und welche?
Haben Sie schon Eskimos gesehen?
Was essen sie den ganzen Tag?
Und wie bekommen sie ihre Verpflegung?
War schon mal richtig schlechtes Unwetter?
Wollten sie schon mal abbrechen und nach Hause fahren? Wenn ja, warum?
Ich würde mich auf Antwort freuen!
Ich finde was sie machen sehr gut und interessant ; ich würde so was auch machen, aber ich glaube, ich hätte zu viel Angst vor den Unwettern.
Mit freundlichen Grüßen Carmen 10a EKG

Jeder Mensch hat schon einmal Angst gehabt, auch wir auf unseren Expeditionen. das gehört doch zum Leben dazu und ist eine Art Schutzfunktion des Körpers. Ich bin sicher nicht ängstlich, aber vorsichtig, und ich nehme das Gefühl der Angst ernst, ohne mich davon beherrschen zu lassen.
Tiere siehe oben
Die Eskimos heiißen eigentlich Inuit und wir hatten mit vielen Einheimischen in den verschiedenen Gemeinden Kontakt. Da Doug sogar deren Sprache Inuktitut spricht, hatten wir sogar einen Dolmetscher an Bord, der den Kontakt zusätzlich erleichtert hat.
Ich habe schon Expeditionen abgebrochen, weil mir das Risiko zu hoch erschien. Z. B. weil die Naturverhältnisse besonders schwierig oder gefährlich waren. Das ist ja die Kunst des Expeditionsreisenden, die Gefahr zu erkennen und eben nicht den bewussten Schritt zu weit zu gehen. Man muss sich an die Grenze heranwagen und sie akzeptieren oder sie auch überwinden. Man muss wissen wo man leistungsmäßig steht und ob jeder aus dem Team in der Lage ist, die Situation zu meistern. Ist nur einer dabei der dieser Aufgabe nicht gewachsen wäre, breche ich den Versuch ab.
Luca P.
Was für Tiere habt ihr bisher gesehen?
Wann denken Sie, kommen sie zurück?
Für wie viel Tage reicht ihre Verpflegung?
Werden Sie ein neues Buch über Ihre Reise schreiben?
Erhoffen Sie sich etwas bestimmtes?
Wo besorgen Sie sich ihren Proviant?
Gab es schon viele Stürme und wenn, ist es schwierig, wenn man dann noch an Bord ist?
Sind sie gern an Bord?
Gab es Tage an den sie nicht so gern an Bord waren und wenn ja warum?
Wie ist das mit dem Essen, bzw. Scorbut?

Ich wünsch Euch noch viel Glück und noch viel Spaß...
Luca:
Tiere siehe oben, Verpflegung ebenso
Ein neues Buch über diese Reise ist erst einmal nicht geplant, da im Herbst bereits das neue Buch "Grenzen sprengen" erscheinen wird.
Na klar gab es schon viele Stürme und jedes Mal sind sie anders und immer wieder stellen sie große Herausforderungen dar. Es kann auch dann richtig hart sein und schwierig. Trotzdem gehen wir gelassen damit um. Schließlich haben wir das gelernt, wir haben ein hervorragendes Schiff und eine gute Mannschaft.
Ob ich gern an Bord bin? Ein uneingeschränktes großes JA!
   
   
   

© 2004, Arved Fuchs, Reiherstieg 2, 24576 Bad Bramstedt.
Tel: (0 41 92) 201 60 23  Fax: (0 41 92) 201 29 26  e-mail:
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