Ice - Climate - Education
Svalbard 2007

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Historische Expedition        

Auf den Spuren der
Deutschen-Arktis-Expedition 1912- 1913

Der deutsche Polarforscher Herbert Schröder-Stranz (1884 - 1913) plante seit dem Jahr 1904 die Befahrung der Nordostpassage. 1912 unternahm er eine Vorexpedition, wobei er und sieben weitere Teilnehmer im Nordaustland Spitzbergens umkamen. Die Hauptexpedition sollte die zweite Durchfahrung der Nordostpassage realisieren, die erstmals vom Schweden Adolf Nordenskiöld mit der "Vega" in den Jahren 1878 - 1880 vollbracht wurde.
Im Sommer 1914 wurden daraufhin zwei Suchexpeditionen ausgesandt, eine unter Arve Staxrud und eine weitere unter Theodor Lerner, von welcher es Filmaufnahmen des späteren Leni Riefenstahl-Kameramanns Sepp Allgeier gibt. Die Schröder-Stranz-Expedition ist bis heute eines der ungelösten Rätsel deutscher Polarreisen.

Im August 1912 brach der Motorkutter "Herzog Ernst" von Tromsø aus unter der Leitung des deutschen Leutnants Schröder-Stranz nach Norden auf. Zusammen mit drei weiteren Männern, Booten, Hunden und Schlitten verließ Schröder-Stranz bei der Scoresbyøya das Schiff, um die Umgebung zu erkunden. Bis auf einige verstreute Ausrüstungsgegenstände verschwand diese Expedition, niemals wieder hat man wieder etwas davon gesehen.
Die "Herzog Ernst" wurde mit den anderen elf Mitgliedern der Expedition anschließend im Sorgfjord vom Eis eingeschlossen. Während einige Männer an Bord blieben, versuchten sich andere bis nach Longyearbyen durchzuschlagen. Einzig Kapitän Alfred Ritscher kam mehr tot als lebendig im Dezember 1912 dort an, alle anderen waren verschollen oder warteten in Trapperhütten auf Hilfe.

Auf Grund der Meldung von Ritscher wurden drei Hilfsexpeditionen organisiert. In Tromsø charterte Theodor Lerner (1866 - 1931) ein kleines Schiff, die "Loevenskiöld",  um nach den Verschollenen zu suchen, dieses Schiff sank im Eis nördlich des Nordaustlandes am Kap Rubin im Beverlysund. Der Norweger Arve Staxrud brach am 12. April schließlich mit Schlitten von Longyearbyen aus über das Eis des Isfjords. Diese Expedition brachte die "Herzog Ernst" sowie die verbliebenen Überlebenden der Schröder-Stranz-Expedition zurück nach Longyearbyen. Auch die im Sorgfjord versammelte Lernersche Hilfsexpedition kehrte zurück. Insgesamt verloren acht von fünfzehn Teilnehmern auf dieser dramatischen Expedition ihr Leben.

Ein Kap am König Karls Land auf Spitzbergen wurde anschließend nach Lerner benannt, der insgesamt sieben Polarfahrten unternommen hatte.

Arved Fuchs will während seiner Expedition mit der "Dagmar Aaen" auf den Spuren dieser dramatischen Polarexpedition reisen versuchen, Antworten auf die wichtigsten Fragen zu finden:

- Warum scheiterte diese Expedition?
- Wo ist die verschollene Abteilung unter Schröder-Stranz geblieben?
- Gibt es Hinweise und Spuren der letzten Lagerplätze der Expedition?