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Historische
Expedition
Auf den Spuren der
Deutschen-Arktis-Expedition 1912- 1913
Der deutsche Polarforscher Herbert Schröder-Stranz (1884 - 1913)
plante seit dem Jahr 1904 die Befahrung der Nordostpassage. 1912 unternahm
er eine Vorexpedition, wobei er und sieben weitere Teilnehmer im
Nordaustland Spitzbergens umkamen. Die Hauptexpedition sollte die zweite
Durchfahrung der Nordostpassage realisieren, die erstmals vom Schweden
Adolf Nordenskiöld mit der "Vega" in den Jahren 1878 - 1880 vollbracht
wurde.
Im Sommer 1914 wurden daraufhin zwei Suchexpeditionen ausgesandt, eine
unter Arve Staxrud und eine weitere unter Theodor Lerner, von welcher es
Filmaufnahmen des späteren Leni Riefenstahl-Kameramanns Sepp Allgeier
gibt. Die Schröder-Stranz-Expedition ist bis heute eines der ungelösten
Rätsel deutscher Polarreisen.
Im August 1912 brach der Motorkutter "Herzog Ernst" von Tromsø aus
unter der Leitung des deutschen Leutnants Schröder-Stranz nach Norden auf.
Zusammen mit drei weiteren Männern, Booten, Hunden und Schlitten verließ
Schröder-Stranz bei der Scoresbyøya das Schiff, um die Umgebung zu
erkunden. Bis auf einige verstreute Ausrüstungsgegenstände verschwand
diese Expedition, niemals wieder hat man wieder etwas davon gesehen.
Die "Herzog Ernst" wurde mit den anderen elf Mitgliedern der Expedition
anschließend im Sorgfjord vom Eis eingeschlossen. Während einige Männer an
Bord blieben, versuchten sich andere bis nach Longyearbyen
durchzuschlagen. Einzig Kapitän Alfred Ritscher kam mehr tot als lebendig
im Dezember 1912 dort an, alle anderen waren verschollen oder warteten in
Trapperhütten auf Hilfe.
Auf Grund der Meldung von Ritscher wurden drei Hilfsexpeditionen
organisiert. In Tromsø charterte Theodor Lerner (1866 - 1931) ein
kleines Schiff, die "Loevenskiöld", um nach den Verschollenen zu
suchen, dieses Schiff sank im Eis nördlich des Nordaustlandes am Kap Rubin
im Beverlysund. Der Norweger Arve Staxrud brach am 12. April schließlich
mit Schlitten von Longyearbyen aus über das Eis des Isfjords. Diese
Expedition brachte die "Herzog Ernst" sowie die verbliebenen Überlebenden
der Schröder-Stranz-Expedition zurück nach Longyearbyen. Auch die im
Sorgfjord versammelte Lernersche Hilfsexpedition kehrte zurück. Insgesamt
verloren acht von fünfzehn Teilnehmern auf dieser dramatischen Expedition
ihr Leben.
Ein Kap am König Karls Land auf Spitzbergen wurde anschließend nach Lerner
benannt, der insgesamt sieben Polarfahrten unternommen hatte.
Arved Fuchs will während seiner Expedition mit der "Dagmar Aaen"
auf den Spuren dieser dramatischen Polarexpedition reisen versuchen,
Antworten auf die wichtigsten Fragen zu finden:
- Warum scheiterte diese Expedition?
- Wo ist die verschollene Abteilung unter Schröder-Stranz geblieben?
- Gibt es Hinweise und Spuren der letzten Lagerplätze der Expedition?
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