Ice - Climate - Education
Svalbard 2007

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International Ice-Climate        
Education 2007

Spitzbergen - Longyearbyen

Im historischen Sinne ist Spitzbergen der Name für die Hauptinsel Vestspitsbergen (Westspitzbergen) sowie Nordaustlandet (Nordostland), Edgeøya (Edge-Insel), Barentsøya (Barents-Insel), Prins-Karls-Forlandet (Prinz-Karl-Vorland) und die benachbarten kleineren Inseln.

Seit der offiziellen Entdeckung durch den Niederländer Willem Barents war die Inselgruppe in ganz Europa unter dem Namen Spitzbergen bekannt. Das ursprüngliche Wort "Svalbard" war damals allenfalls in Expertenkreisen für altisländische Schriften bekannt. Es stammt aus der Sprache der Wikinger und bedeutet "Kalte Küste" oder "Kalter Rand", wobei nicht geklärt ist, ob sich diese Bezeichnung auf das entdeckte Spitzbergen oder die Packeisgrenze, Ostgrönland oder Jan Mayen bezog.

In den letzten Jahren entwickelte sich die Insel zum "Hot Spot" der Klimaproblematik. Es wurden Temperaturen gemessen, die bis zu 13 °C über dem normalen Mittel lagen. Forscher der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) meldeten sogar, dass nördlich von Spitzbergen bereits Ende August das Eis auf einer Fläche aufgerissen war, die größer als die britischen Inseln sei, was ein Novum in er Klimabeobachtung darstellte. (mehr Klimainfos zu Spitzbergen)

Das Jugendcamp wird im Hauptort der Insel, in Longyearbyen, stattfinden.
Bereits in früheren Jahrhunderten wurde der Adventfjorden von Walfängern und russischen Jägern sporadisch genutzt. Ab 1837 besuchten dann Forschungsexpeditionen die Bucht und nutzten vor allem den über ihr gelegenen Gipfel des Nordenskiöldfjellet als Basis für Messungen.

Durch das im Adventfjorden bekannte Kohlevorkommen wurde der Amerikaner John Munro Longyear auf die Gegend aufmerksam und kaufte 1905 zusammen mit dem Bostoner Unternehmer Frederick Ayer die Kohlefelder von der Kulkompagniet Trondhjem-Spitsbergen. Noch im selben Jahr annektierten die Amerikaner große Teile der Isfjorden-Südseite zwischen Sassendalen und Grønfjorden und begannen mit der Vorbereitung des Abbaus im Adventfjorden. 1907 konnte die erste Kohle mit dem firmeneigenen Frachtboot abtransportiert werden. Die erste Abbauphase der Grube und des bald "Longyear City" genannten Ortes zog sich bis 1910/11 hin.
Nach relativ komplizierten Verhandlungen erfolgte schließlich 1916 der Verkauf an ein norwegisches Syndikat. Mit den Jahren wuchs der Ort immer weiter, 1925 gab es rund 500 Überwinterer.

Bis heute sind es rund 1.900 Einwohner geworden, die in der Gemeinde am 78. Breitengrad leben. Durch die Etablierung der UNIS (University Centre in Svalbard) hat es zudem eine Verstärkung der vorher unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppe junger Erwachsener gegeben.