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Übersichtskarte der
Antarktis-Transversale aus dem Jahr 1989, nach dessen Bewältigung Arved
Fuchs Geschichte schrieb

Während
der ICESAIL-Expedition segelte die Crew in das bis dahin streng
verbotene Franz-Josef-Land |
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1989/90:
Am
30.12.1989 hat Arved Fuchs Geschichte geschrieben: Gemeinsam mit dem
italienischen Bergsteiger Reinhold Messner erreichte er an diesem Tag den
Südpol. Damit ist er nach seiner Nordpolexpedition nicht nur der erste
Deutsche zu Fuß am Nordpol und am Südpol gewesen, sondern zugleich auch der
erste Mensch überhaupt, dem es gelungen ist, innerhalb eines Jahres auf Ski
sowohl den Nordpol als auch den Südpol zu erreichen.
Im
Verlaufe dieser Expedition gelang es erstmals zwei Menschen, den gesamten
antarktischen Kontinent zu Fuß zu durchqueren. In der extrem kurzen Zeit von
92 Tagen, mit einem bis zu 130 Kg schweren Schlitten im Schlepp legten Fuchs
und Messner über 2500 Kilometer zurück.
1991-1994:
Die bislang längste Expedition von Arved Fuchs dauerte 4 Jahre und hatte
sich zum Ziel gesetzt, mit einem traditionellen Segelschiff, der "DAGMAR
AAEN", den Nordpol auf den historischen Route zu umrunden. Bereits der erste
Teil der Expedition ist eine Sensation: Zum ersten Mal darf die russische
Arktis von einem westlichen Schiff befahren werden. Spitzbergen, die Kara
See, das Weiße Meer sind nur einige der Stationen auf der Nordroute. In
einer Zeit, in der Russland noch sowjetisch war, gelang es erstmals, von den
Behörden eine Genehmigung zum Befahren der Gewässer nördlich Sibiriens zu
erhalten. Zwei Jahre lang verbrachte die Expedition in den von politischen
Umsturzversuchen erschütterten Land, segelte in das bis dahin streng
verbotene Franz-Josef-Land auf 81° nördlicher Breite und verbrachte einen
neunmonatigen Winter, eingefroren im Eis des Jennissei. Extreme
Eisverhältnisse zwangen die Expeditionscrew im September 1992 auf Höhe des
Kap Tscheljuskin zur Umkehr nach Norwegen.
1995/96:
Die Expedition "Zwischen Tropen und ewigem Eis" ist die Vollendung von Roald
Amundsens Idee der Umrundung beider Amerikas.
Nach
erfolgreicher Durchfahrung der Nordwestpassage segelte Arved Fuchs mit
seiner Mannschaft an Bord der "DAGMAR AAEN" durch den Pazifik, nahm an den
Protestaktionen am Mururoa-Atoll gegen die französischen Atomwaffentests
teil und erreichte schließlich Patagonien. Das Patagonische Inlandeis wurde
erstmals in 42 Tagen von einer Expeditionsmannschaft in Nord-Südrichtung
durchquert. Mit
dem Passieren des stürmischen Kap Hoorn, sowie der Rückkehr nach Hamburg
hatte die "DAGMAR AAEN" und ihre Mannschaft den amerikanischen
Doppelkontinent erfolgreich umrundet.
"SEA,
ICE & MOUNTAIN" wurde vom Hessischen Rundfunk als 6teilige Fernsehserie
ausgestrahlt, sowie als Buch unter dem Titel ("Abenteuer
zwischen Tropen und Eis"
veröffentlicht.
1997/98:
"Arctic Passages:
Ziel dieser Reise war es, "Arktische Passagen", also Routen historischer
Expeditionen auf Spitzbergen und in Ostgrönland nachzuvollziehen und in sie
Wort und Bild zu dokumentieren.
*ICEFLY*:Im
ersten Abschnitt stand die 100jährige Wiederkehr der Gasballon-Fahrt des
schwedischen Forschers Andrée im Mittelpunkt. Andrée hatte 1897 zusammen mit
zwei Begleitern versucht, mit einem Ballon von Spitzbergen aus den Nordpol
zu erreichen. Das Unternehmen endete bereits nach wenigen Tagen tragisch mit
dem Tod der drei schwedischen Ballonfahrer. Arved Fuchs und sein Team
unternahmen zusammen mit dem Piloten Franz Taucher am Originalstartplatz der
historischen Expedition Fahrten mit einem Heißluftballon, um die Probleme
dieser polaren Luftfahrten transparent zu machen und sie zu dokumentieren.
Zusätzlich wurde von einem Team ein Teil Westspitzbergens auf Ski
durchquert.
*GREENLAND CHALLENGE*:
Von Spitzbergen
aus segelte das Expeditionsschiff "DAGMAR AAEN" über Island nach Ostgrönland
, wo der zweite Teil der ARCTIC PASSAGES Expedition stattfand, dieses Mal
auf den Spuren der "2. Deutschen Nordpolarexpedition" , die im Jahre 1869/70
erstmals diesen Teil Grönlands umfassend erforscht und dabei einen Weg zum
Nordpol gesucht hatte. Die "Dagmar Aaen" und ihre eiserprobte Crew erreichte
nach einer schwierigen Eisfahrt die unwirtliche Ostküste Grönlands, wo sie
schließlich eingefroren den arktischen Winter verbrachte. Eine 60tägige
Skitour auf den Spuren der 2. Deutschen Nordpolarexpedition führte zudem ein
4 köpfiges Team bis zum 77. Breitengrad, wo noch heute Überreste der
historischen Expedition anzutreffen sind. Nach mehreren vergeblichen und
spannungsgeladenen Versuchen der Dagmar Aaen, sich nach über einem Jahr aus
der Eisumklammerung zu befreien, segelte sie schließlich in eisfreie
Gewässer ihrem Heimathafen entgegen.
2000:
SHACKLETON 2000 Auf
Shackletons Spuren! Mit der "James Caird II" bezwingt
Arved Fuchs das härteste Meer der Welt und durchquert die Eishölle
Südgeorgiens.
2002:
Nordostpassage
Die Expedition Nordostpassage startet am 28. Mai 2002, begleitet von großem
Medieninteresse, vom Hamburger Hafen aus. Zunächst begibt die "Dagmar Aaen»
sich nach Norwegen, wo nach letzten Testfahrten und Zwischenstopps in
Alesund und Tromsö schließlich in Vardö die letzten Nahrungsmittel und
Ausrüstungsgegenstände an Bord genommen werden. Schon jetzt werden ständig
Eisinformationen
eingeholt, denn der arktische Sommer ist kurz und gute Eisverhältnisse nutzt
man besser sofort. Tatsächlich sieht es zu dem Zeitpunkt nicht gut aus...
2003:
Vom
Feuer ins Eis
Vom Winterlager in Dutch Harbor aus erforscht die Crew von Arved Fuchs die
Inselkette der Aleuten, wegen der Vielzahl an noch aktiven Vulkanen auch
"Ring of Fire" genannt. Anschließend geht es durch die Beringstraße in die
Nordwestpassage, die 100Jahre nach Roald Amundsen erneut bezwungen werden
soll. Doch dicke Packeisfelder am Kap Hobson machen eine Weiterfahrt
unmöglich, die "Dagmar Aaen" muss umkehren und wird den Winter im
kanadischen Cambridge Bay verbringen.
2004:
Icebound
Bei Temperaturen von
unter -40 °C verbrachte das Expeditionsschiff "Dagmar Aaen" den arktischen
Winter in Cambridge Bay. Im Sommer setzte Arved Fuchs mit seiner
internationalen Crew den Weg durch das Eismeer fort, buchstäblich in letzter
Sekunde fand das Team einen Weg durch das Eis und schaffte als einziges
Schiff die Durchquerung des Seeweges ohne Eisbrecherunterstützung und
vollendete damit die Nordpolumrundung nach fast zweieinhalb Jahren. Im
November lief der Haikutter wieder in den Hamburger Hafen ein.
2006:
Ultima Thule
44 Tage lang bereiste
Arved Fuchs gemeinsam mit seiner Ehefrau Brigitte Ellerbrock, dem Fotografen
Torsten Heller und Falk Mahnke die Ellesmere Island, die zehntgrößte Insel
der Welt. Auf Skiern und mit Hundeschlitten erforschte der Expeditionsleiter
die nördliche Küste der faszinierenden Insel. Bei Temperaturen von unter -40
°C begegnete die Mannschaft einem Rudel seltener Polarwölfe und fand
schließlich Hinterlassenschaften der historischen Nordpol-Expedition des
Robert Peary. |