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15. September 2022

Sturmfahrt nach Stavanger

Den Tag Liegezeit in Lerwick nutzte ein Teil der Crew, um mit einem Mietwagen die Insel Mainland zu erkunden. Über den kleinen Hafenort Scalloway, in dem lokale Strickwaren angeboten werden und Gedenktafeln von der Allianz norwegischer und britischer Seeleute während des 2. Weltkrieges berichten, ging es zur Südspitze der Insel. Dort thront mit 91 Metern Höhe der Leuchtturm Sumburgh Head, den wir auf unserem Weg nach Lerwick schon von der See aus erspähen konnten.

Am Ende dieses Ausflugtages musste das Schiff dann auch schon wieder seeklar gemacht werden. Denn da sich nur ein kurzes günstiges Wetterfenster für die Überfahrt nach Norwegen bot, wollten wir noch vor Sonnenaufgang auslaufen. Die 0-4- und die 4-8-Wache zogen gegen vier Uhr morgens zum Ablegen auf, was sich bei bis zu 7 Windstärken als nicht gerade einfach erwies. Mit vereinten Kräften und einer Hilfsleine (einer sog. spanischen Trosse) gelang es uns in einem günstigen Moment nach gut einer Stunde, das Schiff von der Pier abzustoßen. Nach diesem geglückten Manöver zog die 0-4-Wache ab und die 4-8-Wache nahm Kurs auf Norwegen.

Mit Wellen von bis zu 3,5 Metern Höhe begleitete uns das raue Wetter auf der Überfahrt. Unterwegs nahm der achterliche Wind langsam aber stetig ab, der Verkehr jedoch immer weiter zu: Vor Norwegens Küste tummeln sich die Hochseefischer und insbesondere vor Stavanger müssen wir Bohrinselfelder mit ausreichend Abstand passieren. Nach knapp zwei Tagen steuerten wir in den Hafen von Stavanger.

Position: 59.362205, 2.900391

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© Arved Fuchs.
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