04. Februar 2013: Kabeljaukutter "Dagmar Aaen"

Svolvær

Auf unserem Weg  nach Norden haben wir Svolvær erreicht. Mitten im Zentrum der größten Lofotengemeinde liegt die „Dagmar Aaen“  neben einem norwegischen Seenotrettungskreuzer (gut zu sehen über „webcam Svolvaer“).

In Sachen Fischerei hatten wir im Moskenesstrom erfolgreich einen „Selbstversuch“ durchgeführt. Arved hatte die „Dagmar Aaen“ in einem Seegebiet mit rund 40 Meter Wassertiefe aufgestoppt. Volker Wenzel  präparierte eine Angelschnur mit einem schweren, blanken norwegischen Blinker – und dann ging alles ganz schnell:

Es dauerte keine fünf Minuten,  bis ein kapitaler Kabeljau am Haken hing (ca. 70 Zentimeter lang, 4 – 5 Kilo schwer).

Auch  Fabian, Tim und Peter  hatten Anglerglück.  Im Lichtschein diverser Kopflampen filetierten Arved und Volker insgesamt  fünf Fische.  Das am Abend von Fabian Schlüssel gezauberte Menü (Kabeljau - Filets mit gebratener Kabeljau – Leber) war weltklasse. Frischer  kann ein Fisch nicht sein.

Landausflüge

Den Aufenthalt  in Svlovær nutzen wir für Landausflüge: Schwitzen in der Sauna, ein Besuch am Skilift der Gemeinde und als Höhepunkt die Wanderung zum Lofoten Museum.  Eine ganze Sammlung von Nordlandbooten lässt uns erahnen, wie  entbehrungsreich und gefährlich die Fischerei  vor 100 Jahren war.  Bis zu zwölf Mann Besatzung hatten die schweren, offenen Ruderboote, mit denen im Seegebiet der Lofoten der Kabeljau gefangen wurde.  Museumsdirektor Lars Tjoflot Engedalen überrascht uns im Interview mit spannenden Aussagen in perfektem Deutsch. Der Wissenschaftler  hat eine Zeit lang in Nürnberg gearbeitet. Aus  Bodö bekommen wir Besuch von Janne Andersson. Die Chefin der nordnorwegischen Fischereiaufsicht erklärt uns, warum die Fangquoten mittlerweile von den Fischern kritiklos akzeptiert werden: Aufgrund der von Wissenschaftlern empfohlenen Beschränkungen in den 90er Jahren, hat sich der Fischbestand so massiv erholt, dass in dieser Saison soviel gefangen werden kann, wie in den letzten 50 Jahren nicht mehr.     

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Veröffentlichung:

Donnerstag, 28. Februar 2013