18.04.2006: Südwestküste Svartefjeld Peninsula

Svartefjeld Peninsula

Pos. 80° 46' N - 88° 40' W

Seit gestern sind wir endlich nicht mehr auf die Depotfahrten angewiesen und können stattdessen die gesamte Last auf einmal transportieren. Für die Hunde war es extrem anstrengend, täglich über 30 Kilometer die doch sehr schweren Lasten ziehen zu müssen. Die Distanzen, die sie noch zu laufen haben, sind jetzt geringer. So können sie sich öfter ausruhen und die Abläufe klappen erheblich besser als vorher. Es ist einfach fantastisch mit den Tieren zu arbeiten, die anfängliche Scheu der Hunde uns gegenüber ist völlig gewichen. Ständig kommen sie zum Schmusen und holen sich ihre Streicheleinheiten. Gleichwohl haben sie uns als ihre neuen Herren vollständig akzeptiert.

Parawings

Untereinander geht es allerdings verdammt raubeinig zu. Immer wieder ist einer unter ihnen Opfer der Attacken seiner Artgenossen, und würden wir nicht jedes Mal energisch eingreifen, käme es wohl zu schweren Verletzungen. Irgendein Hund hat immer ein blutiges Ohr oder eine blutige Schnauze und ist anschließend völlig demoralisiert. Aber zum Glück hält dies nicht lange an - bis der nächste an der Reihe ist. Ansonsten sind sie wirklich lieb und tolle Tiere. Brigitte überlegt tatsächlich, welchen der Hunde sie mit nach Hause nehmen will...

Gestern war ein recht kalter und windiger Tag, zum ersten Mal konnten Brigitte und Torsten die Parawings einsetzen. Das ist bei dem unebenen Gelände jedoch nicht ganz unproblematisch. Die Oberfläche ist nicht glatt, sondern von betonharten Schneewehen, Eispressungen und anderen Unebenheiten durchsetzt und man muss höllisch aufpassen, dass man nicht stürzt. Verletzungen vor Ort sind natürlich von ganz anderer Tragweite als zu Hause. Falks Knie behindert ihn noch immer. Medikamente sollen jetzt schnell Abhilfe schaffen. Wir zelten heute direkt an der Südwestküste der Svartefjeld Peninsula; die steilen Klippen wurden von den Gletschern abgeschliffen und heben sich nun angesichts ihrer schwarzen Farbe intensiv von dem Schnee ab. Ein Naturschauspiel der ganz besonderen Art bot sich uns gestern: ein großer Haloring mit drei Nebensonnen!

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Veröffentlichung:

Freitag, 10. Februar 2006