13.08.2008: Hverarönd

Geothermie

Der Tag begann im Konferenzraum mit dem Vortrag von Roland über die geothermische Energie auf Island. Während der Präsentation von Roland stieg bei uns das Interesse im Bezug auf die Energiequellen, über die Island verfügt. Es schloss sich eine Diskussion an, in der wir überlegten, wie man diese Energie exportieren könnte und inwiefern in unseren Heimatländern Öko-Power verwendet wird.

Im Zuge der Diskussion kamen wir zu dem Schluss, dass eines der Hauptprobleme des Klimawandels jenes ist, dass vor allem die zukünftigen Generationen betroffen sein werden. Da sich die meisten Leute nur um sich kümmern ist dies ein großes Problem. Eine Lösung könnte sein, vor allem die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zu unterstützen, aber dies würde nicht reichen, wir selber müssen Veränderungen bewirken. Mit unserem Enthusiasmus können wir andere Leute von unseren Ideen überzeugen. Das Problem, das aus dieser Überlegung resultierte: Wen sollen wir überzeugen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
Sollen wir die Masse überzeugen, weil die Gesellschaft zusammen viel bewegen kann oder sollen wir nur bestimmte Personen überzeugen, die die Kontrolle über die Gesellschaft besitzen? Wir kamen zu dem Ergebnis, dass beide Wege sinnvoll sind und man die Gesellschaft mit schlagkräftigen Argumenten überzeugen muss. Ein wichtiger Aspekt ist, dass man jeden Einzelnen motivieren muss, etwas für die Umwelt zu tun, woraus er persönlich einen Nutzen ziehen kann. Während der gesamten Diskussion lernten wir schließlich viel über die verschiedenen Situationen in den einzelnen Ländern.

Wenn man ein besserer Beobachter ist, kann man eine unglaubliche Dualität sehen

Am Nachmittag wurde das "Dualitätskonzept" noch interessanter. Während unserer Exkursion besuchten wir drei verschiedene Orte, welche das Konzept verdeutlichten.
Der erste Ort war die "Trollburg", jener Ort, wo die kleinen Feuermonster, genannt Lava, an die Erdoberfläche kommen und diese, sobald sie die Sonne sehen und die frische Luft einatmen, an Ort und Stelle zu Stein werden (isländische Saga).
Wenn man ein guter Beobachter ist, kann man deren Gesichter in den Felsformationen sehen. Wenn man jedoch ein noch besserer Beobachter ist, kann man eine unglaubliche Dualität sehen: Das Leben wächst nach dem Tod. Obwohl diese Felsbrocken vulkanischen Ursprungs bei ihrer Entstehung alles Leben in ihrer Umgebung zerstört haben, kämpft sich das Leben zurück und das wird hier sichtbar. Diese spektakulären Felsbrocken sind bewachsen von Moos und Farnen und diese Vorboten des Lebens entwickeln die Bioenergie für größere Pflanzen - und dies geschieht nicht nur hier.

Vulkankrater

Nach der Besichtigung dieses Ortes gingen wir zu einem Platz voller Geysire. Dieser Ort war wirklich ausgedörrt, wahrscheinlich wegen der Menge an Schwefel, die diese natürlichen Schornsteine in die Luft blasen oder aber der Erdboden ist so heiß, dass keine Pflanzen hier leben können, aber es sind immer noch welche vorhanden. Am Ende des Tages gingen wir zu einem Vulkankrater, der mit bläulichem Wasser gefüllt war. Dieser Ort gab alle Argumente des Tages wieder, die die Natur uns zeigen wollte - zwischen den Felsbrocken und disen schönen aber sterilen Seen lag ein kleiner Garten mit unzähligen arktischen Pflanzen.

Also dies war wirklich ein sehr interessanter Tag, vielleicht hatten die Ereignisse des Morgens nichts mit den Erlebnissen des Nachmittags zu tun, vielleicht aber doch. Vielleicht war es die Antwort der Natur auf unsere Diskussion am Morgen: Egal was passiert, das Leben sucht sich seinen Weg, und es ist an uns zu entscheiden, ob wir zu den Lebenden oder Toten gehören wollen.

Yaseen (Südafrika) & Nicolas (Kolumbien)

           
 

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Veröffentlichung:

Sonntag, 10. August 2008