12.06.2017: Lyø

Lyø

Heute begann der Tag wiederum mit einem sehr guten Frühstück. Dann wurden wir von Arved Fuchs, dessen Schiff neben uns angelegt, hatte herzlich begrüßt zum 10. I.C.E. -Youth Camp seit 2007. Er erklärte uns, wie das Klimakamp ins Leben gerufen wurde und dass alle glücklich darüber waren, wie es sich entwickelt hatte. Wir sind stolz, dass wir nun Teil davon geworden sind. Sein Schiff, die „DAGMAR AAEN“, besteht ganz aus Holz und ist wirklich wunderschön.

Die Betten an Bord sind in den Wänden verborgen und wirklich klein. Alles ist im Originalzustand von 1931, außer natürlich dem Navigationsraum, der für Arktisexpeditionen mit der modernsten Technik ausgerüstet wurde. Danach begann Siren Rühs, Teilnehmerin des ersten I.C.E.-Camps von 2007, die später Physikalische Ozeanographie studierte,  mit ihrem Vortrag über Ozeane und deren Rolle bei der Klimaerwärmung. Ozeane bedecken mehr als 75% der Erdoberfläche, daher  leben viele Lebewesen auf der Erde im Meer. Wir Menschen könnten ohne die Meere nicht existieren, denn sie stabilisieren unser Klima,  sind  Transportwege und beliefern uns mit Nahrungsmitteln. Anschließend  besuchten wir das ziemlich beeindruckende („pretty cool“) Seefahrtsmuseum von Marstal. Dort erfuhren wir eine Menge über Schifftypen und über das Leben der Marstaler Seeleute in der Vergangenheit. Das Museum erschien uns schier endlos, weil es so viele Ausstellungsräume hatte.

Dann begann der nächste Segelturn

Die meisten waren wirklich außergewöhnlich, weil detailgenau nachgebaut, so zum Beispiel der sehr beeindruckende Navigationsraum eines Schiffes Auch konnten wir in nachgebauten Werkräumen sehen,  wie früher Schiffe gebaut wurden. Wie früher Besatzung und Kapitän auf den alten Schiffen tatsächlich lebten wurde ebenfalls gezeigt. Einige Kabinen waren sogar größer als unsere auf der „Ryvar“, allerdings waren unsere Möbel nicht am Boden festgeschraubt. Die ganze Gruppe hatte großen Spaß in diesem Museum und vier von uns kletterten auch noch auf dem Spielplatz auf einer Schiffsatrappe herum, die eigentlich nur für Kinder gedacht war. Dann begann der nächste Segelturn von Marstal nach Lyø. Ein aufregender Turn wurde das, denn es wurde so stürmisch, dass wir keine Segel setzen konnten und unter Maschine weiterfahren mussten. Die Wellen donnerten gegen das Schiff; an Deck sind dann einige auch ganz schön nass geworden.

Dann begann die zweite Konferenz unseres Planspiels, gleich mit einem Streit über die Vorschläge einer (fiktiven) Ölbohrfirma, die Erdöl unter dem arktischen Eis des Polarmeers fördern möchte. Aber da war ja noch „GreenArctic Org“, eine Organisation, die Flora und Fauna und die arktischen Völker gegen die Ölindustrie verteidigt. Wir hatten alle großen Spass bei der Diskussion der Probleme und bekamen so eine Vorstellung davon, wie solche Debatten in der Realität verlaufen. Dann erreichten wir endlich den Hafen der hübschen kleinen Insel LYØ. Einige von uns gingen schwimmen im Meer, spielten Fußball  auf dem wunderbaren Strand, ungeachtet der Kälte, des Windes und der „baltischen“ Wassertemperaturen.

Paulina (Deutschland) & Amanda (Deutschland)

             

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Veröffentlichung:

Donnerstag, 11. Mai 2017