08.08.2002: Dikson

Dikson

Dichter Nebel, Nieselregen und Temperaturen wie bei uns zu Hause im Januar werden dem Ruf des sibirischen Dikson gerecht. Der Ort ist bekannt für sein notorisch schlechtes Wetter. Obwohl deutlich weniger Menschen hier leben als noch vor zehn Jahren, gibt es doch noch einige wenige Einwohner, die sich an unseren ersten Besuch erinnern. Seitdem hat sich einiges verändert. In den vier Tagen, die wir hier verbracht haben, konnten wir recht umfassend einen Einblick in die derzeitigen Lebensumstände dieses entlegenen Ortes gewinnen.

Zusammen mit den Crewmitgliedern Henryk und Brigitte besuchte ich in Dikson alte Freunde. Heute nun geht es weiter. Vor uns liegt eine der schwierigsten Passagen des ganzen Nördlichen Seeweges, das so genannte Kap Tscheljuskin. Das Kap ist fast immer vom Packeis eingeschlossen und extrem schwierig zu passieren. Gleichzeitig ist es der nördlichste Punkt des asiatischen Festlands. Hier sind wir 1992 am Eis gescheitert.

Entsprechend groß ist die Spannung an Bord. Eiskarten werden gesichtet, Wetterberichte und Windvorhersagen eingeholt sowie Wasser und Diesel gebunkert. Heute Nachmittag laufen wir aus. Bis zur nächsten Siedlung sind es gut 1000 Seemeilen. Dazwischen liegen spannungsgeladene Wochen mit hoffentlich passierbaren Packeisfeldern.

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Veröffentlichung:

Mittwoch, 16. März 2016