Ocean Change

Turn the page

Der Klimawandel ist eine Tatsache. Die Ursachen dafür sind eindeutig und bekannt. Neben den natürlichen Klimaschwankungen ist der Mensch der Hauptverursacher. Ein "Weiter wie bisher" ist im Sinne der Generationsgerechtigkeit unverantwortlich. Daher ist es an der Zeit, Lösungsansätze aufzuzeigen. Längst haben Energieversorger, einzelne Regierungen und große Teile der Zivilbevölkerung auf die veränderte Situation reagiert und Maßnahmen ergriffen. Die Karten werden neu gemischt.

"Turn the page" schlägt ein neues Kapitel auf. Die "Dagmar Aaen" von Arved Fuchs ist als Botschafterin unterwegs. das Schiff ist dabei der rote Faden. Viele Menschen auf Island, Grönland und auch Kanada kennen die "Dagmar Aaen", kennen Arved Fuchs. Die spektakuläre Landschaft, stürmische Passagen, schwierige Eisfahrten und die offenkundigen Auswirkungen des Klimawandels im hohen Norden bilden die Kulisse für ein zeitgemäßes, modernes Abenteuer mit einem sehr aktuellen und visuell ansprechenden Bezug.

Die neue Expedition von Arved Fuchs wird mit wissenschaftlicher Unterstützung vorbereitet und realisiert. Gleichzeitig ist sie eine klassische Entdeckungsreise ins Eis, getragen von Abenteuerlust, Wissbegierde und Forscherfreude, die Menschen schon immer über die Ozeane getrieben hat.

Diese Expedition von Arved Fuchs ist ein Statement für Umwelt und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig ist sie eine enorme Herausforderung für die Crew auf dem Schiff und die technische Ausrüstung. Nur mit einer funktionierenden Mannschaft - jeder muss sich auf jeden verlassen können - und einem intakten Traditionssegler wird Arved Fuchs dieses spektakuläre Abenteuer gelingen.

Klimawandel

An Bord befindet sich eine Gruppe von Seeleuten und Energieexperten. Im Dialog mit Menschen vor Ort sollen Best-Practice-Beispiele aufgezeigt und Perspektiven sowie Lösungsvorschläge erörtert werden. Die Crew dokumentiert, spricht mit Wissenschaftlern, Projektleitern und Forschern, aber auch Jägern und Fischern vor Ort.

Die Auswirkungen des Klimawandels lassen sich am Beispiel Grönland exemplarisch und für alle Menschen verständlich darstellen. In Film- und Bildbeiträgen, die über die Sozialen Netzwerke verbreitet werden, sollen Veränderungen in der Natur gezeigt werden - und gleichzeitig positive Ansätze zur Lösung des Problems dargestellt werden.

Ausgangspunkt der Expedition ist Hamburg. Von dort aus geht die Reise mit einem Zwischenstopp auf einer Nordsee-Insel, sowie dem Besuch eines Offshore Windparks, durch die Nordsee, zu den Shetland Inseln, den Faröer, Island bis nach Grönland .- allesamt Inselgemeinschaften mit unterschiedlichen Problemstellungen und Lösungsansätzen. Von Grönland führt der nächste Expeditionsabschnitt weiter in die kanadische Arktis.

Schon jetzt verfügen einige arktische Gemeinden über einen vergleichsweise hohen Anteil an erneuerbaren Energien. Wie sehen die technischen Lösungsansätze vor Ort aus? Wo liegen die Probleme? Wie stehen die Menschen zu den Umwälzungen? Wie kann man eventuell Kooperationspartner finden, die vor Ort technische Lösungsansätze generieren? Dazu soll es Kooperationen mit Energieunternehmen, Stiftungen und Regierungsvertretern geben.

Plastikmüll

Drei Viertel des Meeresmülls bestehen aus Plastik. Dieses Plastik ist ein ständig wachsendes Problem, kostet jedes Jahr zehntausenden Tieren das Leben und gefährdet auch uns Menschen. Denn bis zur völligen Zersetzung von Plastik können 350 bis 400 Jahre vergehen. Zunächst zerfällt es lediglich in immer kleinere Partikel. Im Meer sind gerade diese kleinen Partikel ein großes Problem, da sie von den Meerestieren mit Plankton verwechselt werden. So konnten in Muscheln, die Planktonfiltrierer sind, diese kleinen Plastikteilchen nachgewiesen werden.

Auch herrenlose Fischernetze, sogenannte Geisternetze, werden immer öfter zur tödlichen Falle für viele Meeresbewohner. Geisternetze können sozusagen unendlich weiter fischen. Sie verfangen sich auch häufig in Korallenriffen und sind dort nicht nur eine Gefahr für Fische und Meeressäuger, sondern schaden außerdem die Riffstruktur.

Mittels Unterwasservideos sowie Tauchgängen und Untersuchungen an Land soll untersucht werden, wieweit sich der Plastikmüll an der Westküste Grönlands nachweisen lässt.

Abenteuer

Das Expeditionsschiff wird soweit nach Norden segeln, wie es die Eislage erlaubt. Der Smith Sound, der Grönland von Kanada trennt, wird wegen der äußerst schwierigen Eislage nur sehr selten von Schiffen befahren. Die "Dagmar Aaen" ist für diese Aufgabe bestens gerüstet, Die großen Gletscherströme an der grönländischen Westküste werden durch den Klimawandel maßgeblich beeinflusst. Anhand alter Fotodokumentationen im Abgleich mit den aktuellen Aufnahmen sollen Veränderungen dokumentiert werden. Begehungen der Gletscher werden zusätzliche Eindrücke vermitteln. Die Route der "Dagmar Aaen" wird anschließend im September 2018 an der kanadischen Küste entlang zunächst südwärts führen. Jahreszeitlich bedingt wird es dort zu schwierigen Eis- und Wetterbedingungen kommen. Schiff und Crew sind darauf vorbereitet. Trotzdem wird es eine navigatorische und abenteuerliche Herausforderung werden, die manche Überraschung für die Crew bereithalten wird.

Ausblick und Folgeprojekte

Das Schiff wird, von einer kleinen Crew bewacht, den Winter in der kanadischen Provinz Nova Scotia verbringen. Dort kann das Schiff für die nächste Etappe überholt und eventuelle Schäden am Schiff behoben werden. Im Sommer 2019 wird die Expedition fortgesetzt und wieder Kurs Nord nehmen. dabei wird schwerpunktmäßig die kanadische Arktis in Augenschein genommen.

 

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Veröffentlichung:

Samstag, 26. Mai 2018