26.05.2003: Lituya Bay

Lituya Bay

Am 25.05. sind wir abends bei ziemlich schlechtem Wetter in die Lituya Bay eingelaufen. Die Fahrrinne ist sehr eng und durch die starken Gezeiten entstehen hier gefährliche Strömungen und Wellen. Die Bucht stellt wirklich etwas Besonderes dar: 1958 ist nach einem Erdbeben ein ganzer Berghang abgerutscht und hat die größte bekannte Flutwelle ausgelöst. Die Welle soll 1720 Fuß Höhe erreicht haben. Man kann es bis heute an den Berghängen sehen, wo die Welle sämtliche Bäume wegrasiert hat.

Es gab sogar Augenzeugen dieser Naturkatastrophe. Drei Fischerboote lagen zu dem Zeitpunkt in der Bucht vor Anker. Bei zweien brach die Ankerkette und sie wurden samt ihren Booten über eine Insel hinweg auf die offene See gespült. Das dritte Boot hat man nie wieder gesehen.

Martina kennt einen der Überlebenden, er lebt in Sitka. Bereits 1853, 1874 und 1936 soll es einen ähnlichen Vorfall gegeben haben.

Selbst in der indianischen Mythologie weben sich zahlreiche Geschichten um diese Bucht. landschaftlich ist sie großartig, mit über 4000 m hohen Bergen im Hintergrund. Heute Mittag sind wir wieder ausgelaufen und segeln jetzt in Richtung Yakutat, unserem nächsten Ziel.

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Veröffentlichung:

Mittwoch, 10. September 2014