28.06.2003: Attu

Attu

Seit dem 25. Juni sind wir nun auf Attu, der westlichsten Insel der amerikanischen Aleuten. Attu ist nicht nur der westlichste Punkt der USA, sondern, weil wir die Datumslinie überquert haben, auch der Östlichste. Wir sind am 19. Juni direkt über die Beringsee mit Kurs Attu ausgelaufen. Rund 740 Seemeilen sind es gewesen. Die letzten beiden Tage hat uns dann noch ein kräftiger Sturm durchgeschüttelt, so dass wir gegen Wind und See kaum angekommen sind. Am 25. Juni konnten wir dann die Holtz Bay anlaufen und dort im Windschutz ankern.

Hier hatte während des Zweiten Weltkrieges die Schlacht zwischen den Amerikanern und Japanern getobt. Die Japaner hatten Attu und Kiska besetzt, was die Großoffensive der Amerikaner auslöste. Die Reste des Krieges sieht man heute noch überall: Schützengräben, Stellungen, Schrott und Stacheldraht.

Massacre Bay

Seit wir hier angekommen sind, waren wir eigentlich ständig unterwegs, um die Insel zu erkunden. Zur Zeit liegen wir in der Massacre Bay. Dort gibt es eine amerikanische Coast Guard Station, wo wir sehr freundlich aufgenommen worden sind. Ansonsten ist die Insel menschenleer. Selbst die alte Aleutensiedlungen, in denen die Ureinwohner noch bis zum Krieg gelebt haben, sind verschwunden. Um den Feind keinen Unterschlupf zu bieten, wurden alle Gebäude verbrannt. Auch später durften die Aleuten nach ihrer Internierung in Japan nicht zurück.

Die Geschichte dieser Menschen wird uns noch eingehender beschäftigen. Morgen werden Torsten und ich einige Tauchgänge unternehmen, um uns die Unterwasserwelt einmal anzuschauen. Unser nächstes Ziel wird die Insel Kiska sein.

Sponsoren, Förderer & Partner

Veröffentlichung:

Mittwoch, 10. September 2014