25.07.2003: Atka

Atka

Atka ist eine der wenigen Siedlungen, die fast ausschließlich von Aleuten bewohnt wird. Dort leben ungefähr 90 Einwohner, das Auftauchen der "Dagmar Aaen" sorgte für einige Aufregung im Dorf. Es ist malerisch gelegen, mit bunten Häusern und einer russisch orthodoxen Kirche.

Jedoch sind auch an dem Dorf die Wirren des Zweiten Weltkrieges nicht vorbeigegangen. Die Einwohner wurden vom amerikanischen Militär während des Krieges evakuiert. Das gesamte Dorf mit der Kirche wurde niedergebrannt, um den Japanern keinen Unterschlupf zu gewähren. Erst Jahre nach dem Krieg durften die Einwohner zurück und fanden die Brandruinen vor. Die Lehrerin Sally erzählte uns die Geschichte des Dorfes und der Menschen ziemlich eindringlich. Die Kultur der Aleuten ist eine der ältesten Amerikas. Die heute hier lebenden Aleuten scheinen bemüht, Sprache und Kultur von Atka zu wahren und an die junge Generation weiter zu geben.

Wiege der Stürme

Atka ist schon seit Urzeiten von Aleuten besiedelt gewesen. Archäologen haben in einer benachbarten Bucht alte Siedlungsreste ausgegraben. Wir haben einige Touren in das Inselinnere unternehmen können, allerdings schlägt das Wetter ständig um und die Inseln werden ihrem Ruf als "Wiege der Stürme" gerecht. Sturm, Regen und Nebel hüllen die ganze Landschaft in ein trübes Grau.

Wie gut, dass wir auf der "Dagmar Aaen" warm und trocken untergebracht sind und von Elise mit Köstlichkeiten versorgt werden.

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Veröffentlichung:

Mittwoch, 10. September 2014