01.08.2003: Island of Four Mountains

Island of Four Mountains

Die Islands of Four Mountains zählen eindeutig zu den Highlights der Aleuten. Eigentlich bestehen sie aus fünf Inseln mit mehreren Vulkanen, aber vier der Vulkankegel sind schon von weitem zu erkennen. Spektakuläre, schneebedeckte Schlote, wovon der höchste, der Mt. Cleveland mit 1700 Metern Höhe, auf der Insel Chudinadak liegt. An den Dampf- und Rauchschwaden wird deutlich, dass der Vulkan noch aktiv ist. Die Schwaden treten aus seinen Flanken und dem Schlot aus und werden vom Wind davongetragen.

Der Kapitän eines Fischdampfers, mit dem ich mich über Funk unterhalten habe, sagt, dass er in all den Jahren, die er hier fischt, noch niemals alle Vulkane so deutlich gesehen hat. Meistens sind sie in den Wolken verborgen. Bei unserer Ankunft scheint die Sonne über einem wolkenlosen Himmel. Wir setzen Scott und Torsten noch am Abend an Land, um ein Lager aufzuschlagen. Wir anderen, mich eingeschlossen, müssen an Bord bleiben, da es keine guten Ankerplätze gibt und enorm starke Strömungen vorherrschen. Es ist ein durchaus gefährliches Revier. Am nächsten Tag schlägt da Wetter um.

Wind mit 50 Knoten

Scott und Torsten gelangen bis kurz unterhalb des Gipfels, dann kehren sie um, da immer wieder Wurfgeschosse aus dem Vulkan heraus und ihnen um die Ohren fliegen. Derweil haben wir auf der "Dagmar Aaen" alle Hände voll zu tun. Der Wind erreicht über 50 Knoten, er weht gegen die starken Strömungen und wirft somit eine chaotische See auf. Wir müssen die Inseln verlassen und die offene See suchen, um dort abzuwettern.

Über Kurzwelle halten wir mit Scott und Torsten Kontakt und sind erleichtert, dass sie ihr Basislager wieder erreicht haben. Erst am Nachmittag des nächsten Tages können wir zurück um sie von Land abzuholen. Wer auf den Aleuten reist, muss auf alles gefasst sein.

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Veröffentlichung:

Mittwoch, 10. September 2014