05.08.2003: Dutch Harbor

Dutch Harbor

Das schlechte wetter, das uns seit den Islands of Four Mountains begleitet, hält auch die folgenden Tage an. Die Siedlung Nikolski könen wir wegen des starken Windes und des damit verbundenen Seegangs nicht besuchen. Die Insel Umnak bietet bei dem Nordwind so gut wie keine geschützten Ankerplätze. Williwaws, das sind Fallböen mit enormen Windstärken, lassen uns immer wieder die offene See suchen. Erst nach Tagen beruhigt sich das Wetter, so dass wir das ehemalige Fort Glenn auf Umnak besuchen können.

Das Fort wurde im Zweiten Weltkrieg errichtet, um die Bewohner von Dutch Harbor vor japanischen Angriffen zu schützen. Weiterhin gelingt es uns, die Chernofski Bucht auf Unalaska zu erkunden, wo es eine kleine Schaffarm gibt.

Aleutenreise abgeschlossen

Wir suchen die verlassenen Aleutensiedlungen Kasheega und Makushin auf, entdecken eine uralte Siedlung und unternehmen die vorerst letzten Touren. Am 1. August erreichen wir wieder Dutch Harbor. Seit unserer Abfahrt am 19. Juni ist alles viel grüner geworden, Lachse springen aus dem Wasser und die Luft ist für hiesige Verhältnisse ziemlich mild. Wir werden hier schon wie alte Bekannte begrüßt. Ich höre den Hafenmeister zu einem Fischer sagen: "Die 'Dagmar Aaen', die gehört hierher. They come back every year!"

Na ja, nicht ganz. Damit ist die Aleutenreise erfolgreich und voller Eindrücke abgeschlossen. Die nächsten Tage werden wir Säcke voller schmutziger Wäsche waschen, das Schiff gründlich überholen bevor es dann weiter Richtung Nordwestpassage geht. Inzwischen sind Uschi und Tillmann eingetroffen, Achim und Martin folgen morgen. Am 7. August wird die "Dagmar Aaen" wieder Kurs Nord nehmen.

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Veröffentlichung:

Mittwoch, 10. September 2014