17.08.2003: Nome

Nome

Am 7. August heißt es endgültig Abschied nehmen von Dutch Harbor. Bei kräftigem bis stürmischem Wind setzen wir in der Bucht Segel und gehen schließlich auf Kurs. So genannte Williwaws, Fallböen, lassen die "Dagmar Aaen" krängen und Fahrt aufnehmen. Schnell verliert sich die Küste Unalaskas und damit der Aleuten achteraus. Die Expedition ist in einen neuen Abschnitt getreten.

Zeitweilig laufen wir miit dicht gerefftem Großsegel acht Knoten, was für die "Dagmar Aaen" fast Höchstgeschwindigkeit bedeutet. Der günstige Wind hält bis Nome durch, so dass wir nach einer schnellen Überfahrt bereits am 13. August in der Bucht vor Anker gehen. Noch heute wird in Nome nach Gold gegraben. Die Relikte der alten Goldrauschzeit stehen noch überall herum, dazu haben sich neue, abenteuerliche Konstruktionen gesellt, von denen aus heute der Meeresboden nach Nuggets und Goldstaub abgesucht wird.

Ziel Nordwestpassage

Die Suche und die Faszination ist die gleiche geblieben, die Technik ist moderner und effektiver geworden. Deshalb lohnt es sich auch heute noch, dem Ruf des Goldes zu folgen. Der kleine Ort strömt immer noch die alte Goldrauschatmosphäre aus. Holzhäuser, jede Menge Kneipen und Geschäfte, alles scheint sich in Nome ums Gold oder um das legendäre Iditarod-Hundeschlittenrennen zu drehen, das alljährlich Nome zum Ziel hat.

In Nome stoßen noch Markus und Frank zu uns, jetzt sind wir komplett, nachdem Uschi, Martin, Achim und Tillmann bereits in Dutch harbor zu uns gestoßen waren.
Insgesamt sind wir neun Leute an Bord: Torsten Heller, Uschi Latus, Frank Mertens, Lars Jessen, Tillmann Schulze, Hans-Joachim Karpus, Martin Friederichs, Markus Zatrieb und Arved Fuchs - das Tor zur Nordwestpassage ist unser nächstes Ziel.

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Veröffentlichung:

Mittwoch, 10. September 2014