27.10.2003: Cambridge Bay

Cambridge Bay

Die eigentliche Überwinterung der "Dagmar Aaen" in Cambridge Bay hat begonnen, nachdem das Klima und das Wetter endlich winterlich-arktischen Charakter angenommen haben - drei bis vier Wochen später als in einem durchschnittlichen Jahr, wie uns viele Einheimische berichteten.

Die Temperaturen sanken zwischenzeitlich auf -21 °C, parallel dazu nahmen Schneefall und Eisbildung stetig zu. Dazu kamen Stürme mit einer Windstärke von bis zu 40 Knoten, die uns die Härte der Natur in dieser Gegend spüren ließen. Mittlerweile beträgt die Dicke des unser Schiff umgebenden Eises ca. 15cm, was uns Hoffnung gibt, dass es durch Unwetter nicht wieder aufbricht.
Die letzten Vorbereitungsmaßnahmen für die kommenden Monate im rauen Klima der kanadischen Arktis sind abgeschlossen, die "Dagmar Aaen" ist gerüstet, um ihre dritte Überwinterung im meterdicken Eis anzutreten. Die jeweils an Bord lebende Crew findet eine große Hilfsbereitschaft unter der Bevölkerung Cambridge Bays.

Freundlichkeit und Interesse an der Expedition begegnen uns überall, man spricht uns an, um uns willkommen zu heißen. Sogar ganze Schulklassen kommen vorbei, um das Schiff zu besichtigen und Dinge über das Leben an Bord zu erfahren.
Ebenso wie das Wetter hat sich das Bild der 1500-Seelen-Gemeinde in den vergangenen Wochen gewandelt. Immer mehr ersetzen die für Eis und Schnee verwendeten Skidoos als Transportfahrzeug die Fourwheelers, geländetaugliche, vierrädrige "Motorräder", wobei sich die Teststrecke für die angestaubten Motorschlitten direkt vor der "Dagmar Aaen" befindet, was einem manchmal den Eindruck vermittelt, sich mitten auf der Autobahn zu befinden.

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Veröffentlichung:

Mittwoch, 10. September 2014