13.08.2013: Hinlopenstraße

Sorgebucht

Am vergangenen Donnerstag haben wir nach dem schnellen Genehmigungsverfahren durch den Sysselmannen den Hafen von Longyearbyen wieder verlassen. Durch die verschenkten zwei Wochen im Kohlehafen von Murmansk bleibt uns nicht mehr unendlich viel Zeit für die geplante Umrundung von Spitzbergen. Vorbei an Ny-Alesund führte unser Weg an die Nordwestküste des Archipels weit oben in der Hoch-Arktis.

Das Wochenende verbrachten wir schließlich in der Sorge-Bucht am Ausgang der so genannten Hinlopenstraße. Diese gut 150 km lange Meerenge trennt Spitzbergen von Nordostland, sie reicht vom Kap Payer im Süden bis Verlegenhuken im Norden. Wir haben diverse Landgänge unternommen, wobei das Wetter alles andere als angenehm war. Kalte arktische Winde brachten den ersten Schnee mit sich, die Temperaturen haben sich deutlich nach unten bewegt, es ist kühl geworden an Bord des Haikutters.

Sjuøyane

Probleme gibt es aufgrund der hohen Berge entlang der Küste und der nördlichen Breiten mit der Satellitenanlage. Unsere Inmarsat-Anlage hat sich verabschiedet, momentan sind wir einzig über unser Bord-Handy erreichbar. In den kommenden Tagen wollen wir versuchen, so weit wie möglich nach Norden zu fahren. Unser primäres Ziel ist die Inselgruppe Sjuøyane nördlich von Nordostland. Deren nördlichste Insel Rossøya stellt den nördlichsten Punkt Norwegens dar - dies wäre ein weiterer Ort, den die "Dagmar Aaen" bisher noch nicht bereist hat.

Bemerkenswert ist die derzeitige Eissituation. Die aktuellen Eiskarten zeigen, dass sich das Packeis fast bis an den 82. Breitengrad zurückgezogen hat. Für Mitte August ist das ein unglaublicher Zustand - der Monat mit der geringsten Eisausdehnung ist normalerweise der September. Wir wollen versuchen, bis an die Packeisgrenze heranzufahren - so es das enge Zeitfenster zulässt.
Wir werden berichten...

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Veröffentlichung:

Montag, 1. Juli 2013