Ocean Change 2019

OCEAN CHANGE 2019

Am Pfingstmontag wird unsere Expedition Ocean Change fortgesetzt. Im Mai 2018 waren wir von Hamburg aus ins Nordpolarmeer gestartet. Den Winter hat unsere "Dagmar Aaen" schließlich im isländischen Husavik verbracht, von wo aus jetzt die Expedition fortgesetzt wird. Von Island aus führt die aktuelle Route an die Ostküste Grönlands. Im vergangenen Jahr hatten wir die Westküste Grönlands bereist und dort zahlreiche Projekte durchgeführt. In diesem Sommer wollen wir uns auf die Ostküste der größten Insel der Welt konzentrieren.

Der Projektname Ocean Change steht dabei weiterhin stellvertretend für die zahlreichen, primär durch den Klimawandel verursachten Veränderungen im arktischen Raum. Besonders die Ozeane und die Anrainerstaaten wie Grönland sind davon betroffen. Die Arktis erwärmt sich doppelt so schnell wie der Rest der Welt - deshalb zeigen sich die Auswirkungen hier zuerst.

Auch die Belastungen der Ozeane durch Plastikmüll sind Gegenstand der Untersuchungen. Mit speziellen Netzen wird nach Mikroplastik gefischt, ebenso werden weitere Strandsammlungen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem "Senckenberg Institut Frankfurt" werden u. a. Proben von Treibgut entnommen, um herauszufinden, ob sich durch die Erwärmung der Meere fremde, invasive Arten daran festgesetzt haben.

An Bord des Haikutters befindet sich auch diesmal eine Gruppe von Wissenschaftlern, die mit einer Spezialdrohne Messungen an grönländischen Gletschern durchführen will. Des Weiteren soll die frühere US Airbase "Bluie East Two" im Osten Grönlands aufgesucht werden, um dort Bodenproben zu entnehmen. Bis zu 50.000 Fässer - teilweise mit Öl gefüllt - lagern dort seinem Ende des Zweiten Weltkrieges und warten auf ihre Entsorgung.

Im Dialog mit Menschen vor Ort und lokalen Umweltverantwortlichen sollen Umweltprobleme erörtert werden, aber auch Lösungsansätze aufgezeigt werden. Die Crew besucht zukunftsweisende Projekte, spricht mit Wissenschaftlerm, Projektleitern sowie Forschern, aber auch mit Fischern und Jägern vor Ort. So wird vom traditionellen Wissen der Arktis-Bewohner und von Pionieren der Energiewende gelernt.

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Veröffentlichung:

Samstag, 26. Mai 2018