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Expeditions-Logbuch

08.09.2009: Gletschervermessungen

Pos. 75° 57' N - 065° 47' W


Der Crewwechsel im grönländischen Qaanaaq hat wetterbedingt etwas Zeit gekostet, doch mittlerweile sind alle heil wieder in Deutschland angekommen und die vier Neuen an Bord der "Dagmar Aaen" haben sich ebenfalls gut eingelebt.



Im Inglefield Bredning bei Thule hat Fabian einige Gletscher anhand alter Fotografien und Skizzen neu aufgenommen. Besonders im Bowdoin und im Academy Fiord gibt es zwei sehr große Gletscher. Die exakte Auswertung wird jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, doch Fabian ist komplett begeistert.
Wir werden zudem in der Melville-Bucht noch weitere Gletscher aufsuchen. In diesem Zusammenhang ist es besonders interessant, dass die Grönländer sagen, dass die Gletscher insgesamt viel aktiver geworden sind als früher. Es gibt als mehr Eisberge, diese Aussage deckt sich auch mit meinen Beobachtungen.


Herbststürme


Offenbar verliert das Inlandeis mehr an Substanz als früher - dies lässt sich auch bei anderen grönländischen Gletschern beobachten.
Zwischenzeitlich haben wir auch die kleine und sehr abgelegene Siedlung Qeqertat auf den Harward Inseln besucht. Diese kleine Gemeinde mit nur 21 Einwohnern liegt an der Unterseite vom Inglefield Fiord.
Am Wochenende haben wir dann schließlich den ersten richtigen Herbststurm erlebt und deshalb in der Parker Snow Bucht Schutz gesucht. Gestern sind wir anschließend um das Kap York gesegelt, auf dessen Klippe das Peary Monument steht.



Das Wetter ist jetzt sehr herbstlich, die Temperatur betrug heute morgen 0,5 °C




Dabei handelt es sich um einen Obelisken, der 1932 von Captain Robert Bartlett und seiner Crew an Bord der "Effie M. Morrissey" errichtet wurde. Die "Peray Memorial Expedition" wurde seiner Zeit von der Peary-Familie finanziert.
Wir haben damit die Nares Strait verlassen und sind wieder in der Melville-Bucht, die letzte Nacht haben wir in Savissivik verbracht.
Das Wetter ist jetzt sehr herbstlich, die Temperatur betrug heute morgen 0,5 °C, an Land friert es bereits, so dass sich auf See schon Eis bildet. Wir haben jetzt immer öfter unstetes und wechselhaftes Herbstwetter, zudem wird es wieder dunkel. Bisher hatten wir immer noch helle Nächte gehabt.
 


 


 


Expeditions-Logbuch

(30.08.2009: Neue Crew in Qaanaaq)
(14.09.2009: Wintereinbruch)