Expeditions-Logbuch
25. April 2022
11.12.2015: Ushuaia
Ushuaia
Endlich wieder an Bord! Es ist schon ein tolles Gefühl, die "Dagmar Aaen" dort im Yachthafen von Ushuaia liegen zu sehen. Als sei das selbstverständlich, dabei liegen über 9.000 Seemeilen hinter dem Schiff, seit es am 5. August in Hamburg losgefahren ist. Für Volker, der die ganze Reise verantwortlich an Bord war, davon den größten Teil als Kapitän, beginnt erst einmal der wohl verdiente Urlaub. Anfang Januar kommt er dann wieder an Bord, um die Antarktisreise mitzufahren.
Aber nicht nur Volker sei an dieser Stelle Dank gesagt - mein Dank gilt der gesamten Crew, die das Schiff sicher und wohl behalten hierher gebracht hat. Das Schiff befindet sich in einem guten Zustand. Man sieht es der "Dagmar Aaen" wirklich nicht an, was hinter ihr liegt. Leider gibt es viel Bürokratie mit Ein- und Ausklarieren, aber da muss man durch. Inzwischen liegen wir schon in Puerto Williams, in Chile.
Von hier aus geht es morgen in Richtung Kap Hoorn. Das Wetter war bisher sehr schlecht: stürmisch und kalt. Hier ist immerhin Sommer. Zudem gab es Nachtfrost und es hat geschneit. Das finden selbst die Einheimischen sehr ungewöhnlich. Ab Sonntag soll es aber besser werden. Die chilenische Marine ist sehr hilfsbereit und fördert unser Filmprojekt über Kap Hoorn. Im Januar sind es 400 Jahre, dass Kap Hoorn zum ersten Mal umsegelt worden ist. darüber machen wir mit der TOPAS Filmproduktion eine Dokumentation für das ZDF. Es ist schon wirklich eine wilde Gegend hier.
Der kleine Yachtclub in Puerto Williams besteht aus einem vor vielen Jahren gesunkenen ursprünglich deutschen Rheindampfer. Er dient jetzt als Yachtclub, an dem Yachten aus aller Herren Länder festmachen. In der Micalvi ist es urgemütlich, es gibt Duschen, eine Bar und Aufenthaltsräume, an deren Wänden die Flaggen und Andenken weit gereister Yachten hängen. Aber jetzt geht es erstmal zu der "Mutter aller Kaps" - dem Kap Hoorn. Ich werde berichten...
Arved Fuchs
