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Logbuch Ice Climate Education 2015

29.07.2015: Abreise

Abreise


Schon früh um 7:00 Uhr war jeder beim Frühstück, denn dies war der Tag, an dem alle in ihre Heimatländer zurückkehren sollten. Passend zum traurigen Anlass fing es auch noch an zu regnen. Punkt 8:00 Uhr erschien unser Bus und wir verabschiedeten uns von der netten Besatzung des Gepatschhauses, die all die Zeit für unser Wohlbefinden gesorgt hatte.


Los ging es abwärts, den Stausee entlang und weiter nach unten bis nach Landeck, wo wir den Zug nach Innsbruck besteigen würden. In Innsbruck auf dem Bahnsteig verabschiedeten wir uns von Kristin und weiter ging es über Kufstein und Rosenheim bis nach München-Ost. Hier teilte sich unsere Gruppe; einige fuhren weiter nach München hinein und zu Zielorten in Deutschland. Die andere Gruppe nahm die S-Bahn zum Münchener Flughafen.


Schon bald hieß es Abschied nehmen von Esra, die nach Istanbul flog, Kaius nach Tallinn in Estland reiste und Olivia, deren Flug nach Newark in die USA ging.
Ulrich und Merlin sahen noch, wie Ayanda von ihrer deutschen Gastfamilie des Jahres 2014 abgeholt wurde. Die Familie würde Ayanda bis zu ihrem Flug nach Südafrika betreuen, der erst sehr viel später am Abend starten würde.


Dann war auch schon Boarding-Time für unseren Flug nach Hamburg. Das I.C.E.-Youth Camp 2015 war beendet.


Ulrich (Deutschland)


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28.07.2015: Tag 8


Gletschersee


Pünktlich um 7:00 Uhr standen wir heute auf, um unser letztes Frühstück um 8:00 Uhr zu uns zu nehmen. Anschließend gingen wir in den Seminarraum, um die Abschlusskonferenz unseres Planspiels "COSPRED 2015" anzugehen. Das Resultat war am Ende, dass wir den brennenden Tanker zum Sinken brachten. Es gab aber keine Verletzten, da wir die Crew retten konnten. Die bedrohte Plattform wurde auch nicht beschädigt, so dass es keine Ölpest gab und die Arktis nicht verschmutzt wurde.


Zum Abschluss des Planspiels mussten wir noch einige Punkte diskutieren, ehe wir abstimmen mussten, ob die finale Resolution angenommen werden konnte oder nicht. Um 10 Uhr waren wir durch und alle Teilnehmer unterschrieben das Dokument. Während der nun folgenden 30-minütigen Pause gingen die Jungs in ihr Zimmer, um Schlaf nachzuholen, während die Mädels Spiele spielten und über die Jungs tratschten...


Nach der Pause diskutierten wir über mögliche Folgeprojekte, wie wir Leute in unserer Heimat informieren können und was wir in unseren Schulen bewegen können, um andere Schüler und Lehrer von der Klimaproblematik zu überzeugen. Außerdem sollte jeder Teilnehmer seine Eindrücke vom ICE-Camp schildern - wir unterhielten uns über die Präsentationen, die Wanderungen, die Organisation, das Gepatschhaus und was man verbessern könnte. Alle fanden das Gepatschhaus absolut toll.



Kasnocken und Palatschinken


Einige der Mädels beschwerten sich, dass die Wanderungen ein bisschen zu anstrengend waren, die restlichen Teilnehmer fanden den Schwierigkeitsgrad in Ordnung, die Jungs und  Veggie (Lucia) würden sogar noch mehr Wanderungen einbauen. Jeder fand die Organisation des Camps prima, die Präsentationen waren interessant und lehrreich. Danach hatten wir drei Stunden freie Zeit, in der wir ausgiebig Tee tranken und uns unterhielten. In der Zeit beendeten wir unser Two-4-Two-Interviews und Brezel (Astrid), Ayanda, Justus und Veggie hatten Zeit für ein Kartenspiel auf der Terrasse.


Während der freien Zeit aßen wir leckeren Apfelstrudel mitr Vanillesauce oder Eiscreme. Unglaublich lecker. Im Anschluss wollten Lucia, Kamil, Merlin, Esra und Kaius noch eine letzte Wanderung in Richtung Gletscher unternehmen. Während der Wanderung fanden sie einen kleinen See inmitten der Felsen. Natürlich wollten die Jungs darin schwimmen. Esra und Veggie ließen die Jungs daraufhin allein am See. Das Wasser hatte ca. 6 °C - es war also nicht zu kalt. Sie sprangen ins Wasser - das war mit Sicherheit der erfrischendste Moment des Camps.


Auf dem Rückweg hatten Kamil, Kaius und Merlin noch etwas Adrenalin übrig, also kletterten sie noch einige steile Felsen hoch. Kaius und Merlin riskierten dabei ihr Leben und ließen sich von den Mädels fotografieren...
Zum Glück schafften es alle zurück bis zum Gepatschhaus, wo das Dinner bevorstand. Es gab wieder Suppe und als Hauptgericht das landestypische "Kasnocken" mit Salat und zum Nachtisch gab es Palatschinken mit Schokoladensauce. Merlin verdrückte ganze drei Salate. Nach dem Essen versteckten wir unsere Gastgeschenke wie Ostereier und wir bekamen unsere Zertifikate ausgehändigt.


Wir sind unendlich froh Teil dieses Camps gewesen zu sein - aber wir sind auch traurig, dass wir nun in unsere Heimat zurückkehren müssen.


Wir hoffen, dass wir unsere COSPRED-Resolution in zehn Jahren im Gepatschhaus überarbeiten dürfen...


Esra (Türkei) & Lucia (Deutschland)


 


 


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27.07.2015: Tag 7


Gletscherspalte


Auch dieser Tag begann mit dem Frühstück um 8 Uhr. Obwohl der Großteil von uns müde war, schafften es alle pünktlich in den Speisesaal.
Nach dem Frühstück setzte Justus sein Energie-Spiel mit uns fort. Wir sind schon ein bisschen stolz, immerhin schafften wir es, alle gesetzten Ziele zu erreichen. Diese Ziele beinhalteten den Anstieg der Wind-, Solar- und Wasserenergie bei gleichzeitiger Reduzierung der Nuklearenergie und der Ölförderung.


Interessant wurde es auch im Anschluss, als wir uns in vier Gruppen aufteilten, um mehr über uns alle zu erfahren. Wir interviewten uns gegenseitig und stellten Fragen hinsichtlich des persönlichen Hintergrunds, der Ziele im Leben usw. Alle Fragen und Antworten wurden gesammelt und werden zeitnah veröffentlicht.



Weißseeferner


Es blieb spannend, da es zum Mittag typische österreichische Gerichte gab, beispielsweise Kaiserschmarrn oder heimische Bockwurst. Dies gab uns Kraft für das nächste Abenteuer, es ging zum Weißseeferner, wo wir die Gletscherspalte erobern sollten. Obwohl das Eis natürlich extrem kalt und der Weg sehr rutschig war, hielt es uns natürlich nicht davon ab, die faszinierende Eishöhle zu erforschen. Wir machten unendlich viele Fotos und schafften es sogar, einen kleinen Schneemann zu bauen. Anschließend mussten wir auf den Bus warten, wodurch wir Zeit für Souvenirs und Postkarten hatten.


Am Abend waren alle erschöpft, zum Dinner gab es Tomatensuppe und einen großen Berg Spaghetti. Nach dem Vanillepudding setzten wir uns zur letzten Konferenz des Planspiels zusammen. Zusammengefasst war es ein toller Tag!


 


Astrid (Deutschland) & Ayanda (Südafrika)


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26.07.2015: Tag 6


Nassereiner Alm


Ausgeruht wachten wir am frühen Sonntag auf, um unser alltägliches Frühstück mit Müsli, Brot, Käse und Salami zu uns zu nehmen. Danach ging es zu einer weiteren Wanderung, welche auch wieder anspruchsvoll war, da es fast nur bergauf ging. Allerdings entschädigte uns die tolle Aussicht auf die Berge für die Schmerzen beim Aufstieg. Letztendlich erreichten wir unser Ziel: die Nassereiner Alm, eine kleine Jausenstation, wo wir typische Tiroler Leckereien genossen. Es gab frische Almmilch direkt von der Alm, Apfelstrudel, hausgemachte Wurst und Hollundersaft.


Von dort aus teilte sich unsere Gruppe erneut. Ein Teil ging einen leichteren, aber längeren Weg zurück, der andere Teil entschied sich für den regulären Weg. Beide Gruppen genossen auf jeden Fall die eindrucksvolle Landschaft mit den Bergen und den Flüssen entlang des Weges. Zurück am Gepatschhaus hielt Kristin ihren Vortrag über den Meeresspiegelanstieg. Zudem zeigte sie uns ein interessantes Experiment, bei dem das Schmelzen von Eiswürfeln im Salzwasser und Frischwasser vergleichen konnten. Dadurch konnte man vergleichen, ob das Schmelzen des Eises in Zusammenhang mit dem Meeresspiegelanstieg steht.



Meeresspiegelanstieg


Überraschenderweise schmolz der Eiswürfel im Salzwasser wesentlich langsamer als der im Frischwasser. Anschließend forderte uns Annelie auf, eine angeregte Diskussion über den Klimawandel in den Medien zu führen, als Übung sollten wir passende Überschriften zu den Folgen des Meeresspiegelanstiegs in unseren Heimatländern verfassen. Einige Headlines waren z.B.: "Poseidon kehrt zurück" (Leda), "Schau' auf Deine Füße, Du wirst im Wasser stehen" (Merlin). Nach einer kurzen Pause nahmen wir ein leckeres Dinner zu uns, bevor es mit dem Planspiel weiterging.


   


Olivia (Bangaldesch) & Leda (Zypern)


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25.07.2015: Tag 5


Klettergarten


Für den heutigen Tag war eigentlich der Besuch eines Kraftwerks geplant, aber der Plan musste geändert werden: Beim Frühstuck teilte man uns mit, dass wir in den so genannten Klettergarten gehen würden, eine Einrichtung des DAV mit 26 verschiedenen Routen. Ein schöner Name für den Platz, aber es war eine Kletterausrüstung notwenig, um den Klettersteig zu bewältigen. Als Alternative wanderten wir durch die Landschaft am Gletscherbach und kletterten einen bewachsenen Abhang hoch.


Nach dem etwas mühsamen Abstieg entdeckten wir, dass wir in den Gletscherbach gehen konnten. Wir wollten wissen, wie kalt das Wasser sein würde, zogen unsere Schuhe und Strümpfe aus und gingen in den Bach. Es war sehr kalt und schon starteten wir einen kleinen Wettbewerb, wer es barfuß am längsten im Wasser aushalten konnte. Siegerin wurde Leda, auf Platz zwei landete Kamil.



 One world - changing the game



Unsere Gruppe teilte sich anschließend auf, ein Teil ging zurück zum Gepatschhaus, doch Kamil, Kaius, Merlin und Lucia entschieden sich die Wanderung etwas fortzusetzen. Wir erreichten die Roten Felsen, ein eindrucksvolle Gegend. Wie auch immer, um 12:30 Uhr mussten wir zurück, da Justus seinen Vortrag halten wollte. Er präsentierte einen Vortrag über Energie und Nachhaltigkeit, die Energieproduktion und das gesamte Energiesystem in Deutschland.


Nach einer kurzen Pause kam es zum Spiel "One world - changing the game". In diesem Spiel mussten wir nachhaltige Energiesysteme für Nordeuropa im Jahr 2030 entwickeln. Dabei diskutierten wir über die Pro's und Contra's der verschiedenen Energieproduktionen und formulierten Ziele für 2030, wie beispielsweise die CO2-Emissionen. Danach mussten wir entscheiden, wie wir den weltweiten Energiehaushalt finanzieren würden.


Zum Dinner gab es Brokkoli-Suppe, Reis Stroganoff und Eis. Dann war es wieder Zeit für unser Planspiel. Heute mussten wir einen in Seenot geratenen russischen LNG-Tanker finden und Lösungsmöglichkeiten der Rettung finden. Zum Ende des Tages sollten wir den traditionellen ICE-Fußball signieren.


       


Kaius (Estland) & Merlin (Deutschland)