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Expeditions-Logbuch

29. Juni 2026

Vestmannaeyjar und Reykjavík

Heimaey heisst der einzige Ort und Hafen auf den Westmännerinseln (Vestmannaeyjar). Der Name stammt wohl von den Wikingern, die die Inseln als erste erreicht und sich dort angesiedelt haben sollen. 1973 wurde die Inselgruppe von einem Vulkanausbruch erschüttert. Die Einwohner mussten evakuiert werden, und nur mit Mühe gelang es, die Zufahrt zum Hafen mit Seewasser zu kühlen und frei von dem Lavastrom zu halten. Etliche Häuser wurden verschüttet, es gab allerdings zum Glück keine Menschenleben zu beklagen. Ein sehr sehenswertes Museum erzählt die dramatischen Vorgänge während des Vulkanausbruchs… Heute gilt der Hafen als der sicherste an der Südküste Islands – entsprechend hat sich die Fischereiindustrie hier einen wichtigen Standort gesichert. Ein Besuch der Insel lohnt sich allemal. Die Wanderung entlang des Vulkankraters, die Papageitaucher, die in den Klippen nisten – und sehr nette und hilfsbereite Insulaner. Eine wirklich eindrucksvolle Insel – selbst für isländische Verhältnisse.

Von den Westmännerinseln aus geht die Reise weiter nach Reykjavík. Starkwind ist angesagt. Beim Auslaufen treffen uns Böen mit 42 Knoten aus Ost. Das ist zwar wirklich viel Wind, aber immerhin stimmt die Richtung. Nachdem wir uns aus der Hafenansteuerung frei gekämpft haben, gehen wir auf Westkurs. Unter dreifach gerefften Groß sowie Fock und Klüver laufen wir vor Wind und Wellen ab. Das geht dann fix. Erst gegen Abend lässst der Wind langsam nach und in der Nacht runden wir die Halbinsel Reykjanes und fahren in die große Bucht ein, an deren Ende Reykjavík liegt. Morgens um 9.30 Uhr laufen wir in den Hafen ein und machen direkt unter der Harpa fest, dem eindrucksvollen Konzerthaus von Reykjavík.   

Expeditions-Logbuch

(Premiere zwischen Färöern und Island)